Bayerische Landesärztekammer gegen Facharzt für Notfallmedizin
Dienstag, 10. April 2012
München – Gegen die Einführung eines eigenen Facharztes für Notfallmedizin in die Weiterbildungsordnungen hat sich die Vizepräsidentin der Bayerischen Landesärztekammer, Heidemarie Lux, in der April-Ausgabe des Bayerischen Ärzteblattes ausgesprochen. „Für junge Kollegen wäre die Weiterbildung zu einem Facharzt für Notfallmedizin ein gefährlicher Weg in eine Sackgasse“, so Lux.
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Nach einer solchen breiten, aber nicht tiefen Ausbildung zum Facharzt für Notfallmedizin wären Ärzte „in einer Sackgasse gefangen und kämen nur sehr schwer und mit viel Aufwand wieder heraus“. „Wenn sich keine Karrieremöglichkeiten innerhalb der Notaufnahme bieten, dann ist der Facharzt für Notfallmedizin zu lebenslangem Schichtdienst verdonnert“, schreibt Lux, die selbst Internistin und Notärztin ist.
Sie plädiert dafür, keinen eigenen Facharzt für Notfallmedizin zu schaffen. Besser sei, die notfallmedizinische Kompetenz der beteiligten Fachärzte durch eine Zusatzbezeichnung „Notfallmedizin“ zu vertiefen und sie in ärztlichem Qualitätsmanagement und ärztlicher Führung fortzubilden. © hil/aerzteblatt.de
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