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Klinische Forschergruppe gegen multiresistente Erreger

Freitag, 13. April 2012

Jena – Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert eine klinische Forschergruppe in der Infektiologie am Universitätsklinikum Jena. Sie ist in der Abteilung für Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie, Klinik für Innere Medizin II, Universitätsklinikum Jena, angesiedelt. Im Fokus der Ärzte und Wissenschaftler stehen Strategien gegen die Entstehung und Ausbreitung bakterieller Resistenzen.

„Der unsachgemäße Umgang mit Antibiotika hat zur Entstehung und Ausbreitung resistenter Erreger geführt, die durch die wachsende Invasivität der Medizin und den demographischen Wandel an Bedrohung zunimmt“, hieß es aus Jena. Trotz der dynamisch ansteigenden Resistenzraten stünden kaum neue Antibiotika zur Verfügung, da die meisten Pharmakonzerne aus ökonomischen Gründen die Antibiotikaforschung eingestellt hätten.

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 „Neben der Suche nach neuen Wirkstoffen sind der rationale Einsatz von Antibiotika, um den Selektionsdruck zu vermindern, sowie stringente Hygiene-, Isolations- und Sanierungsmaßahmen wichtige Strategien gegen die zunehmende Resistenzentwicklung“, so der Leiter der neuen Forschungsgruppe, Mathias Pletz.

Künftig sollen Intensivmediziner, Chirurgen und Ärzte aller anderen Fachdisziplinen am Jenaer Uniklinikum bei der Behandlung von Patienten mit Infektionen rund um die Uhr fachlichen Rat erfragen können.

„Gemeinsam mit den Mikrobiologen und der Klinikumsapotheke wollen wir für jede Station Erreger- und Resistenzstatistiken sowie den Antibiotikaverbrauch erfassen und die Verordnungsstrategien im Sinne eines antibiotic stewardship überarbeiten, wo das notwendig ist“, erläuterte Pletz eine seiner Strategien. © hil/aerzteblatt.de

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