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Die Prognose des Mammakarzinoms hat sich verbessert

Freitag, 13. April 2012

Heidelberg – Dank der multidisziplinären Versorgung überleben heute neun von zehn Frauen ihren Brustkrebs um zehn Jahre. Dies geht aus einer prospektiven Studie in Breast (2012: doi: 10.1016/j.breast.2012.01.009) hervor.

Das Mammakarzinom wird schon lange nicht mehr allein chirurgisch behandelt. Das Ausmaß der Operation konnte sogar schrittweise zurückgeführt werden. Viele Frauen werden heute brusterhaltend operiert. Dass ihre Überlebenschancen dennoch gestiegen sind, wird nicht allein der früheren Diagnose zugeschrieben.

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Einen wesentlichen Anteil hat die adjuvante Chemo- und Hormontherapie sowie die begleitende Strahlentherapie. Inzwischen haben mehr als 200 Kliniken in Deutschland sogenannte Brustzentren für eine multidisziplinäre Therapie eingerichtet und von der Deutschen Gesellschaft für Senologie zertifizieren lassen.

In einer prospektiven Kohorte von 2970 Frauen mit invasivem Mammakarzinom (davon allerdings nur 49 mit Fernmetastasen bei der Diagnose) betrug das Gesamtüberleben nach 10 Jahren 86 Prozent, in einer altersadjustierten Analyse waren es sogar 89,8 Prozent, wie die Gruppe um Privatdozent Jörg Heil vom Universitätsklinikum Heidelberg mitteilt. Insgesamt 81,2 Prozent der Patientinnen waren weiterhin ohne Fernmetastasen, was Voraussetzung für ein Langzeitüberleben ist. Das krankheitsfreie Überleben betrug 79,8 Prozent.

Die Ergebnisse bestätigen (und übertreffen) die Erfahrungen früherer Studien. Eine Auswertung deutscher Krebsregister durch das Robert-Koch-Institut hatte 2010 ein 5-Jahresüberleben von 79,6 Prozent ermittelt. In einer aktuellen Arbeit des Deutschen Krebsforschungszentrums waren es 84 Prozent. Das US-National Cancer Institute ermittelte jüngst eine Rate von 89 Prozent. Die Versorgung von Brustkebspatientinnen dürfte in Deutschland damit international im Spitzenfeld liegen. © rme/aerzteblatt.de

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