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PKV-Beiträge steigen seit zehn Jahren

Montag, 23. April 2012

Berlin – Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung (PKV) sind in den Jahren 2000 bis 2010 in jedem Jahr angestiegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken hervor (Drucksachen-Nummer 17/9227).

Auch die Ausgaben sind demnach zwischen 2001 und 2010 kontinuierlich gestiegen, jedoch nicht so stark wie die Beiträge. Die Ausgaben seien daher nicht der alleinige Grund für die Beitragserhöhungen, kommentierte Harald Weinberg von den Linken.

Anstieg der Beiträge zur PKV (in Prozent)
2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001 2000
 7,27 3,37 3,93 3,69 4,92 3,89 7,50 7,63 6,17 4,94 4,0

Die Nettoverzinsung der Alterungsrückstellungen sei, bezogen auf die gesamte Branche, seit dem Jahr 2000 von 7,2 Prozent auf 4,3 Prozent im Jahr 2010 gefallen, schreibt die Bundesregierung. Einen direkten Zusammenhang zwischen den niedrigen Zinsen und den Beitragssteigerungen in der PKV gebe es jedoch nicht. Allerdings ständen den Unternehmen bei sinkenden Zinsen weniger Mittel zur Limitierung von Beitragsanpassungen zur Verfügung.

„Diese Antwort ist eine Frechheit“, kritisiert Weinberg. „Natürlich gibt es einen Zusammen­hang von Zins- und Beitragsentwicklung.“ In der PKV bedeute eine Absenkung des Rechnungszinses für den Neuzugang sofort, für den Bestand mit der nächsten Beitragsanpassung eine zusätzliche Beitragserhöhung.

Auf die Frage, ob der Bundesregierung bekannt sei, dass viele Ruheständler durch die gestiegenen Beiträge der PKV keine existenzsichernden Beträge ihrer Ruhestands­bezüge mehr zur Verfügung hätten, antwortet die Regierung, sie könne nicht erkennen, dass dieses Problem über Einzelfälle hinausreiche. „Unabhängig davon gilt, dass die PKV ihrer Verantwortung gerade auch für ihre älteren Versicherten nachkommen muss“, so die Regierung weiter. Die Unternehmen hätten ihre Versicherten insbesondere über die Möglichkeit des Wechsels in günstigere Tarife mit gleichartigem Versicherungsschutz zu informieren.

Die PKV steht zurzeit in der Kritik. Der gesundheitspolitische Sprecher der Unions­fraktion, Jens Spahn, hatte beispielsweise erklärt, die Trennung in gesetzliche und private Krankenversicherung sei nicht mehr zeitgemäß. Zudem habe die PKV existenzielle Probleme, die zu stark steigenden Beiträgen führten.

Die PKV verwies hingegen darauf, dass sie im Jahr 2011 80.800 Neukunden verzeichnet habe. Bei den Zusatzversicherungen seien 541.500 Neuverträge hinzugekommen. © fos/aerzteblatt.de

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Thelber
am Montag, 23. April 2012, 23:00

Je länger der Titel, der vor dem Namen ....

... des Kollegen, desto schamloser wird der Privatpatient gemolken.
Und darüber hinaus: Die vielen neuen Verfahren, die insbesondere den älteren unter uns zu Gute kommen - auch diese wollen finanziert werden !! Sei es Knie-TEP, Hüft-TEP, Cardioverter- oder SM-Implantat, Stentanlage in welchem Hohlkörper auch immer, .... Fortschritt kostet eben durchaus Geld.

Natürlich könnte man auch hier und da sparen. Z.B. bei den MRTs vor Arthroskopie (die dann ja sowieso gemacht wird) - aber wieso gerade bei mir ??? Frägt jeder - Kollege oder Patient ....

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