Politik

Bahr fordert Zuzugs­erleichterungen für ausländische Pflegekräfte

Dienstag, 24. April 2012

Berlin – Vor dem Demografiegipfel der Bundesregierung hat Bundesgesund­heitsminister Daniel Bahr (FDP) leichtere Zuwanderungsregeln für ausländische Pflegekräfte gefordert. „Die bisherigen Lockerungen werden für die kommenden Jahre nicht ausreichen“, sagte Bahr der Financial Times Deutschland vom Dienstag. „Deshalb halte ich es für nötig, die Zuwanderungsbestimmungen für Pflegekräfte aus dem Ausland, beispielsweise aus Osteuropa und Südostasien, weiter zu lockern.“

Zwar ließen sich nicht alle Probleme durch Zuwanderung lösen, sagte Bahr. Aber angesichts der steigenden Zahl alter und verwirrter Menschen werde Deutschland die Nachfrage nach gut ausgebildeten Pflegern kaum decken können. „Wir werden auch in der Pflege Zuwanderung von qualifizierten Kräften aus dem Ausland brauchen“, sagte Bahr.   

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Bahr verwies auf die zum 1. April umgesetzte Gesetzesnovelle, die die Grenze für das Mindesteinkommen von Zuwanderern von 66.000 Euro im Jahr auf nun knapp 45.000 Euro gesenkt hat. Für ausländische Ärzte gilt eine noch niedrigere Gehaltsschwelle. „Diesen Mut sollten wir jetzt auch bei den Pflegekräften aufbringen.“ Pfleger verdienen dem Bericht zufolge meist deutlich weniger als 30.000 Euro brutto pro Jahr. „Wenn Deutschland die Zuwanderung von qualifizierten Pflegekräften nicht erleichtert, werden andere Länder sie abwerben.“  

Der Demografiegipfel, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute im Kanzleramt eingeladen hat, befasst sich mit den Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft. Morgen will die Bundesregierung ihre Demografiestrategie beschließen. © afp/aerzteblatt.de

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Andreas Skrziepietz
am Mittwoch, 25. April 2012, 13:43

Zurück zu den Anfängen

Nämlich in die griechische Antike. Dort war die Sklaverei gesellschaftlich akzeptiert (und auch die Pädophilie - und die Sterbehilfe, denn der ominöse Eid des Hippokrates war nur die geschäftliche Vereinbarung einer einzigen von zahlreichen Ärzteschulen). Wenn wir die Sklaverei wieder einführen, wäre das Problem gelöst. Und man komme mir nicht mit "Menschenrechten" oder dergl. Kreaturen wie Schröder (erster Regierungschef seit Hitler, der wieder Angriffskriege führte und die Zwangsarbeit für Arbeitslose einführte), Fischer, Merkel, Bahr haben stets darauf geschissen.

Andererseits: Wir könnten nicht nur ausländisches Pflegepersonal importieren, sondern auch ausländische Politiker. Ich könnte mir vorstellen, daß es in Moldawien genug Juristen gibt, die bei uns für <30000€ p.a. Minister werden wollen.
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