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Immer mehr CT-Untersuchungen an Kindern

Mittwoch, 25. April 2012

Oak Brook – Werden Kinder mit dem klinischen Bild eines akuten Abdomens in die Notfallambulanz eingewiesen, erhalten sie immer häufiger einer Computertomographie (CT), zumindest in den USA. Das geht aus einer Studie im Fachmagazin Radiology hervor (doi:10.1148/radiol.12111726), in der Wissenschaftler des Childrens Hospital in Boston die Anzahl der Untersuchungen bei Kindern mit nicht-traumatischem Abdominal­schmerz der letzten acht Jahre analysiert haben.

Das Symptom Bauchschmerzen und die meist daraus folgende Einweisungsdiagnose eines akuten Abdomens kommt bei Kindern sehr häufig vor und weist nicht selten auf eine akute Appendizitis hin. Laut den Autoren unter der Leitung von Anastasia Hryhorczuk ordnen daraufhin viele Ärzte schon bei dem Verdacht auf eine Blind­darmentzündung das CT an. Dagegen würden die gängigen Leitlinien zunächst eine Sonographie empfehlen und das CT erst später erwägen, vor allem bei Unklarheiten in der Diagnose.

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Die Forscher haben für ihre Studie anhand der sogenannten NHAMCS-Umfrage (National Hospital Ambulatory Medical Care Survey) nahezu 17 Millionen Einweisungen von Kindern in die Notfallambulanz zwischen 1999 und 2007 analysiert. Demzufolge stieg die Anzahl der CT-Untersuchungen pro Jahr statistisch signifikant an, während die Zahl der Ultraschall-Untersuchungen gleichzeitig unverändert blieb.

Sie stellten fest, dass drei Prozent der Kinder mit einer sicher diagnostizierten Appen­dizitis beide Untersuchungsverfahren durchlaufen hatten. Zudem fanden sie heraus, dass sich Kinder in einer pädiatrischen Ambulanz um 25 Prozent weniger wahrscheinlich einer CT unterziehen mussten, als in einer Notfallstation für Erwachsene.

Hryhorczuk und ihre Kollegen führen die Entwicklung auf unterschiedliche Gründe zurück. Zum einen seien CTs in einigen Krankenhäusern oft einfach erreichbar und demzufolge CT-Untersuchungen eine Routinearbeit.

Zum anderen gebe es in einigen Regionen unterschiedlich häufige Fälle von Behand­lungs­fehlerprozessen, die die behandelnden Ärzte oft dazu verleiteten, eher eine sichere, wenn auch riskantere Diagnostik einzuleiten. Die Autoren betonen, dass Ärzte sich der Strahlenbelastung bei Kindern bewusst sein sollten. © hil/aerzteblatt.de

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