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Unikliniken warnen vor pauschalen Mengenbegrenzungen

Mittwoch, 25. April 2012

Berlin – Gegen Vorwürfe von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), es gebe in Deutschland falsche Anreize für die Kliniken, mehr Leistungen zu erbringen, wehrt sich der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD). „Genaue Analysen für seine These bringt er nicht bei. Stattdessen verdächtigt er die Krankenhäuser indirekt, Leistungen aus wirtschaftlichen Beweggründen zu kreieren, für die er medizinisch keine Notwendigkeit erkennen will“, kritisiert der VUD.

Bahr thematisiere aber nicht, dass Mehrleistungen nicht gleich Mehrleistungen seien. Mit undifferenzierten Abschlägen bei der Vergütung treffe man gewünschte Mehrleistungen etwa bei Transplantationen, der Bekämpfung von Infektionsepidemien und die Versorgung Frühgeborener genauso wie planbare Eingriffe der Routineversorgung.

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„Mit pauschalen Preisabschlägen bei Mehrleistungen produziert er fatale Fehlsteuerungen und gefährdet die Versorgung Schwerstkranker. Wirtschaftlich geschwächt werden wichtige und leistungsstarke Krankenhäuser insbesondere in der Spitzenmedizin“ sagte Rüdiger Strehl, VUD-Generalsekretär.

Er kritisierte, die Gesundheitspolitik verhindere seit Jahren Preisanpassungen an gestiegene Personal- und Sachkosten in deutschen Krankenhäusern. „Wir brauchen einen unabhängigen Preisanpassungsmechanismus.

Die Vorschrift im Gesetz zum neuen Orientierungswert zur Preisentwicklung im Krankenhausbereich wird seit Jahren von der Bundesregierung missachtet“ so Strehl. Eine isolierte undifferenzierte Abschlagslösung bei Mehrmengen lenke von diesen Unterlassungen ab, so werde an „den Problemen vorbei regiert“, hieß es aus dem VUD. © hil/aerzteblatt.de

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