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Fachgesellschaft befürchtet weitere Benachteiligung psychisch Kranker

Mittwoch, 25. April 2012

Berlin – Nachteile für psychisch Kranke aufgrund des neuen sogenannten Psych-Entgeltsystems befürchtet die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN). Hintergrund sei, dass psychiatrisch- psychotherapeutische Kliniken mit dem neuen Entgeltsystem weniger Geld für ihre Arbeit erhielten. „Es ist absehbar, dass wir, sollte das neue Psych-Entgeltsystem so umgesetzt werden, die steigenden Personalkosten in Zukunft nicht decken können“, sagte DGPPN-Präsident Peter Falkai. Psychisch Kranke würden dann weniger qualifizierte Leistungen erhalten und weiter benachteiligt.

Der aktuelle Gesetzentwurf zum Psych-Entgeltsystem sieht vor, Leistungen in psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken nicht mit Fallpauschalen, wie im Bereich der körperlichen Erkrankungen, sondern mit Tagespauschalen zu vergüten.

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„Allerdings sind im Gesetzentwurf viele Elemente des DRG- Fallpauschalensystems übernommen worden. Damit erhofft der Gesetzgeber, Wirtschaftlichkeitsreserven aktivieren zu können – wie kürzere Verweildauern oder der Abbau von Betten­kapazitäten“, hieß es aus der DGPPN.

Die Fachgesellschaft mahnte, der Gesetzgeber habe die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen gemäß Sozialgesetzbuch unter besonderen Schutz gestellt. „Die Versorgung von psychisch Kranken darf nicht durch das neue Entgeltsystem gefährdet werden“, so die DGPPN. © hil/aerzteblatt.de

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mkohlhaas
am Mittwoch, 25. April 2012, 19:57

Die schlechte Behandlung liegt nicht am Geld sondern an der Einstellung

Als ich das letzte mal in einer geschlossenen Psychiatrie zu Besuch war, lag ein Patient auf dem Boden und keiner kümmerte sich um ihn. Einige Patienten liefen im Kreis. Einer saß völlig apathisch da. Um ihn kümmerte sich eine Mitpatientien. Das Personal saß in der Kaffeküche oder spielte Kicker. Was will die Fachgesellschaft denn ??

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