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Appendizitis: Diagnose mit Low-Dose-CT verlässlich

Donnerstag, 26. April 2012

Seoul – Eine Low-dose-Einstellung der Computertomographie (CT) kann bei der Diagnostik einer akuten Appendizitis die Strahlenbelastung der Patienten um drei Viertel senken, ohne dass es zu einem Anstieg von unnötigen Appendektomien kommt. Dies zeigen die Ergebnisse einer randomisierten klinischen Studie im New England Journal of Medicine (2012; 366:1596-1605).

Am Seoul National University College of Medicine wurden 891 Patienten im Alter von 15 bis 44 Jahren mit Verdacht auf eine akute Appendizitis auf zwei Gruppen randomisiert. Bei einer Hälfte der Patienten wurde die an der Klinik übliche Diagnostik mit einem Mehrschicht-CT in der üblichen Dosisstärke von 8 mSv durchgeführt. In der anderen Gruppe wurde die Strahlendosis auf 2 mSv begrenzt. Das Dosis-Längen-Produkt (DLP) wurde von 521 auf 116 mGy*cm reduziert.

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Primärer Endpunkt der Studie war die Zahl der Operationen, bei denen ein nicht entzündeter Wurmfortsatz des Blinddarms entfernt wurde. Wie die Gruppe um Kyoung Ho Lee berichtet, war diese Rate der negativen Appendektomien in beiden Gruppen mit 3,5 Prozent (Low-Dose-CT) und 3,2 Prozent (Standard-CT) niedrig. Der Unterschied von 0,3 Prozentpunkten war nicht signifikant und auch klinisch nicht relevant: Auf jedes 330. Low-dose-CT wäre eine zusätzliche vermeidbare Appendektomie gekommen.

Die Rate der Appendixperforationen war mit 26,5 Prozent im Studien-Arm mit Low-dose-CT gegenüber 23,3 Prozent nach Standard-dose-CT zwar etwas höher. Doch auch hier wurde das Signifikanzniveau nicht erreicht, wie Lee berichtet.

Einschränkungen der Studie bestehen darin, dass alle Radiologen der Klinik sehr versiert in der Auswertung eines Low-Dose-CT waren und dass die Zahl der adipösen Patienten sehr gering war. Eine ausgeprägte abdominale Fettschicht verschlechtert die Darstellung im Abdominal-CT. Es ist deshalb nicht sicher, dass Kliniken andernorts gleich gute Ergebnisse erzielen. © rme/aerzteblatt.de

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