Frühe Menopause als Osteoporose- und Sterberisiko
Freitag, 27. April 2012
Malmø – Ein früher Eintritt der Menopause ist mit einer häufigen Osteoporose im Alter verbunden. Auch das Knochenbruchrisiko und die Sterblichkeit waren in einer prospektiven Beobachtungsstudie in BJOG (2012; doi: 10.1111/j.1471-0528.2012.03324.x) erhöht.
Die Malmø Perimenopausal Study begleitet seit 1977 eine Gruppe von 390 Frauen, die damals Jahre alt waren. Im Alter von 77 Jahren wurden sie erneut zu einer Untersuchung eingeladen. Dabei wurde erneut die Knochendichte bestimmt. Mit fast 30 Jahren Dauer ist es die bisher längste Nachbeobachtungsstudie bei postmenopausalen Frauen, schreibt Ola Svejme von der Skåne Universitätsklinik in Malmø.
Von den Frauen, bei denen die Menopause zu Beginn der Studie, also im Alter von 47 Jahren oder früher, bereits eingesetzt hatte, hatten 56 Prozent eine Osteoporose. Unter den Frauen mit einem späteren Menopausebeginn, betrug der Anteil nur 30 Prozent.
Die Frauen mit früher Menopause hatten auch häufiger Frakturen erlitten (44,3 versus 30,7 Prozent). Die Studie dokumentiert darüber hinaus eine deutlich höhere Sterberate für Frauen mit früher Menopause (52,4 versus 35,2 Prozent). Die Gründe für die langfristigen Folgen des frühen Menopausebeginns konnte die Studie nicht klären. © rme/aerzteblatt.de
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