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Stadtluft lässt Koronarien verkalken

Freitag, 27. April 2012

Svendborg – Dänische Kardiologen haben einen neuen Risikofaktor für die koronare Herzkrankheit entdeckt: Großstadtbewohner weisen ihrer Querschnittsstudie im Journal of Internal Medicine (2012; 271: 444-50) zufolge fast doppelt so häufig Koronarkalzifizierungen auf wie Bewohner ländlicher Regionen.

Die Danish Risk Score Study hat mittels Computertomographie bei einer repräsentativen Stichprobe von 1.825 Dänen im Alter von 50 bis 60 Jahren nach Koronarkalzifizierungen gesucht. Bei 43 Prozent wurde eine Verkalkung der Herzkranzgefäße gefunden. Die Rate war, wie Jess Lambrechtsen von der Klinik in Svendborg berichtet, bei den Bewohnern der Innenstädte signifikant höher.

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Hier hatten 69 Prozent der Männer Koronarkalk gegenüber 56 Prozent der männlichen Bewohner ländlicher oder suburbaner Regionen. Bei den Frauen waren es 42 gegenüber 30 Prozent, bei den 50-Jährigen 48 gegenüber 32 Prozent und bei den 60-Jährigen 61 gegenüber 53 Prozent.

Diese Zahlen zeigen auch, dass auch das männliche Geschlecht und das höhere Lebensalter (bekannte) Risikofaktoren für die koronare Herzkrankheit sind. Auch die Bedeutung von hohen Cholesterinwerten, einer arteriellen Hypertonie sowie die positive Familienanamnese wurden bestätigt. Der Zusammenhang mit dem Leben im Innenstadtbereich war dagegen bisher nicht bekannt. Lambrechtsen führt dieses Risiko vor allem auf die höhere Belastung mit Luftschadstoffen zurück. © rme/aerzteblatt.de

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