Medizin

Übergewicht und Untergewicht beeinflussen Schwangerschafts­risiken

Mittwoch, 2. Mai 2012

Granada – Über- und untergewichtige Frauen haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen während der Schwanger­schaft und der Geburt. Auch die Gesund­heit des Säuglings ist stärker gefährdet. Diesgeht aus einer Studie mit 3.000 schwangeren Frauen von  Wissenschaftlern um Galan Sebastian Manzanares von dem Virgen de las Nieves University Hospital in Granada hervor. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse im Journal of Maternal-Fetal and Neonatal Medicine (doi:10.3109/14767058.2011.575905).

Bekanntermaßen kann Übergewicht während der Schwangerschaft mit Hypertonie, Gestationsdiabetes, vorzeitigem Geburtsbeginn und Makrosomie des Kindes einhergehen. Bislang gab es laut den Autoren aber weniger Wissen über den Zusammenhang zu niedrigen Gewichtes und Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen. 

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Die Wissenschaftler untersuchten die Daten von 3.016 schwangeren Frauen, 168 davon waren untergewichtig, 2.597 normalgewichtig und 251 mittel- bis schwergradig übergewichtig. Die Ergebnisse zeigten erwartungsgemäß, dass fettleibige Mütter ein erhöhtes Risiko für eine Hypertonie, einen Schwangerschaftsdiabetes und eine Kolonisation mit B-Streptokokken hatten. Außerdem kam es bei diesen Frauen häufiger zu einem Kaiserschnitt und einer Geburtseinleitung. Zudem waren die Kinder dieser Frauen häufiger makrosom, azidotisch und verstarben häufiger vor der Geburt. Das Risiko für eine fetale Makrosomie war 2,3mal höher bei übergewichtigen Frauen im Vergleich mit Frauen mit einem normalen Gewicht.

Bei untergewichtigen Frauen kam es hingegen häufiger zu einem Oligohydramnions. Außerdem hatten sie ein erhöhtes Risiko für untergewichtige und schmächtige Neugeborene. Die Inzidenz eines vorzeitigen oder verspäteten Geburtsbeginns stieg bei untergewichtigen Frauen jedoch nicht an.

Die Wissenschaftler erklärten, dass besonders übergewichtige Frauen über die Risiken für sich selbst und ihr Kind informiert werden müssen und außerdem diätetische Therapiemaßnahmen eingeleitet werden sollten. Außerdem sollten ihnen die frühen Warnzeichen von Komplikationen erläutert und erklärt werden. Aber auch untergewichtige Frauen sollten über die Risiken für ihre ungeborenen Kinder aufgeklärt werden und engmaschige Kontrollen erhalten. © hil/aerzteblatt.de

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