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Studium und Berufserwartungen von Medizinstudierenden

Freitag, 4. Mai 2012

Köln – In einem Schwerpunktheft widmet sich das Deutsche Ärzteblatt den Medizin­studierenden. Mit der Frage, wie Medizinstudierende ihr künftiges Arbeitsleben als Ärztin/Arzt sehen, beschäftigt sich der Beitrag von Bernd Gibis, Kassenärztliche Bundesvereinigung, und Koautoren (Dtsch Arztebl Int 2012; 109(18): 327-332). Demgegenüber betrachten Esther Zieman und Jörg-Wilhem Oestmann die ärztliche Rolle als Wissenschaftler und analysierten dazu die Publikationstätigkeit von Promovenden an der Charité Berlin über einen Zeitraum von zehn Jahren (Dtsch Arztebl Int 2012; 109(18): 333-7).

Wie also sehen die Lebensentwürfe künftiger Ärztinnen und Ärzte aus? Zur Beant­wortung dieser Frage, werteten Gibis und Koautoren im Jahr 2010 mehr als 12 500 Fragebögen aus. Fast allen Befragten (96 Prozent) war die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtig – ein Anliegen, dass sich nicht zuletzt in einem höheren Interesse an einer Angestelltentätigkeit (92 Prozent) statt einer Niederlassung (77 Prozent) zeigte.

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Im Fall einer angestrebten Niederlassung wurde eine Tätigkeit als Facharzt und im städtischen Raum der Arbeit eines Allgemeinmediziners auf dem Land vorgezogen. Als Hindernisse für eine spätere Berufsausübung wurden die überbordenden administrativen Aufgaben und die unzureichende Vereinbarkeit von Familie und Beruf – und bei einer Niederlassung die finanziellen Risiken angegeben.

Und wie sieht es in der Wissenschaft aus? Um diese Frage zu beantworten, wurden Promovenden der Jahre 1998, 2004 und 2008 in Stichproben von jeweils über 250 Probanden retrospektiv erfasst und ihre Publikationstätigkeit untersucht. Als Datenbank fungierte PubMed, als Qualitätsparameter wurde der Impact-Faktor zugrundegelegt.

Ziemann und Oestmann fanden, dass über den Untersuchungszeitraum hinweg die Zahl der Publikationen pro Promovend signifikant zugenommen hat und auch der damit verbundene Impact-Faktor der genutzten Zeitschriften angestiegen ist. Der Anteil der Erstautorenschaften der Promovenden blieb in etwa konstant bei circa 25 Prozent. © Se/aerzteblatt.de

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