Ärzte als Präventionslotsen – neues Konzept der KBV
Donnerstag, 3. Mai 2012
Berlin – Ein Konzept dafür, wie Ärzte ihre Patienten besser bei der Vorbeugung von Krankheiten unterstützen können, hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) entwickelt. „Wir möchten, dass Ärzte als Präventionslotsen dafür sorgen, dass Risikopatienten identifiziert werden und die richtigen Programme bekommen“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Köhler heute in Berlin. Er betonte, ein Präventionsmanagement sei wichtig, weil chronische Krankheiten wie Diabetes immer weiter zunähmen. Mittlerweile entfielen rund zwei Drittel aller ambulanten Arztkontakte auf chronisch kranke Menschen.
Die KBV fordert, die Prävention in Arztpraxen im Gesetz zu verankern. Wichtig sei außerdem, die Vorbeugung im Kollektivvertrag zu verankern, damit alle Patienten flächendeckend Zugang zu Präventionsangeboten bekämen. „Die Ärzte kennen ihre Patienten und deren Umfeld. Sie genießen höchstes Vertrauen und können daher Patienten besonders gut hinsichtlich eines gesünderen Lebensstils motivieren“, sagte Köhler. © hil/aerzteblatt.de
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