Universitätskliniken kritisieren Krankenhausplanung
Montag, 7. Mai 2012
Berlin/München – Eine effektivere Krankenhausplanung hat der Verband der Universitätsklinika (VUD) gefordert. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung heute. Die Zeitung beruft sich auf ein Thesenpapier des Generalsekretärs des VUD, Rüdiger Strehl. Danach gebe es zu viele Krankenhäuser in Deutschland. Außerdem finanzierten die Länder diese nicht ausreichend.
„Mehrere hundert Krankenhäuser werden durch eine methodisch veraltete und politisierte Krankenhausplanung der Länder gehalten, obwohl sie nicht notwendig sind“, zitiert die Süddeutsche Strehl. Deutschland organisiere seinen Krankenhaussektor insgesamt falsch, argumentiert er. Es fehle der differenzierte Blick auf die Region. So sollten in Ballungsräumen vor allem niedergelassene Ärzte die fachärztliche Versorgung übernehmen, in anderen Regionen dagegen die Krankenhäuser.
Laut Strehl hat sich Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) in „ungeheuerlichen Unterstellungen“ verrannt, wenn er vor allem Mengenausweitungen im Krankenhaus als Grund für Kostensteigerungen sehe. Abschläge für Mehrleistungen träfen aber auch Kliniken, die eine notwendige Versorgung anböten, ohne Einfluss auf die Fallzahl zu haben. © hil/aerzteblatt.de
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