Ausland

Belgien: Verein will Recht auf Sterbehilfe für Minderjährige

Donnerstag, 10. Mai 2012

Brüssel – Die belgische Sterbehilfe-Vereinigung „Recht auf würdiges Sterben“ (ADMD) fordert eine Möglichkeit zur Sterbehilfe für Minderjährige. Die Zahl jener, die den Wunsch nach lebensbeendenden Maßnahmen äußerten, steige landesweit stetig an, sagte die Vorsitzende Jacqueline Herremans gestern abend im belgischen Fernsehen.

Auch Jugendliche und Kinder sollten die Möglichkeit erhalten, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Nach Ansicht der Organisation dürfe es nicht um die Festlegung einer Altersgrenze gehen. „Ein an Krebs erkranktes Kind leidet wie ein Erwachsener“, betonte Herremans.

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Im Mai 2002 hat die belgische Abgeordnetenkammer ein „Euthanasie-Gesetz“ verabschiedet. Demnach ist Tötung auf Verlangen durch einen Arzt unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Die Zahl der Sterbehilfefälle nahm seitdem kontinuierlich zu. Nach Angaben der ADMD erhielten im vergangenen Jahr 1.133 Menschen Sterbehilfe; das waren 19 Prozent mehr als 2010. © kna/aerzteblatt.de

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