Ausland

Ärztemangel im Öffentlichen Gesundheitsdienst

Donnerstag, 10. Mai 2012

Erfurt – Der Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) hat auf die prekäre Personal­ausstattung bei Amtsärzten aufmerksam gemacht. „Aufgrund der schlechten Tarifsituation im ÖGD fehlen uns zahlreiche Ärzte und weitere fachliche Mitarbeiter“, sagte die Verbands­vorsitzende Ute Teichert-Barthel heute in Erfurt vor Beginn des jährlich statt­findenden Verbands­kongresses. Seit April 2010 würde kein akzeptables Angebot der Tarifpartner vorliegen.

„Bei der letzten Zählung im vergangenen Jahr waren deutschlandweit rund 200 öffentliche Ärztestellen nicht besetzt“, sagte sie. Laut Teichert-Barthel arbeiten rund 3.000 Mediziner als Amtsärzte. Sie erhielten bis zu 1.000 Euro netto weniger im Monat als ihre Kollegen in Krankenhäusern.

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„Umso größer die Gehaltsschere wird, umso weniger Ärzte entschließen sich, im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu arbeiten“, sagte sie. Der Verband denke darüber nach, mit Warnstreiks auf die Lage aufmerksam zu machen. Es würde unter anderem immer schwieriger, Schuluntersuchungen durchzuführen.

In diesem Zusammenhang forderte Teichert-Barthel die Bundesregierung dazu auf, bei der Prävention stärker mit den Amtsärzten zusammenzuarbeiten. „Der ÖGD steht da noch zu wenig im Fokus“, sagte die Verbandschefin. Doch besonders die Amtsärzte hätten den Zugang zu den Institutionen, wie Kindergärten und Schulen, und ein gesamtgesellschaftliches Interesse. © dapd/aerzteblatt.de

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