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Deutsche Jugendliche finden sich zu dick

Dienstag, 15. Mai 2012

Bielefeld – Jedes zweite 15-jährige deutsche Mädchen und jeder dritte Junge in diesem Alter findet sich nach einer Studie zu dick, auch wenn sie objektiv gar nicht übergewichtig sind. „Damit sind die deutschen Jugendlichen traurige Spitzenreiter in Sachen Körperunzufriedenheit“, erklärte heute die Bielefelder Gesundheitswissenschaftlerin Petra Kolip. Sie leitete den deutschen Teil der Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Gesundheitsverhalten von Schulkindern. Diese wurde in 39 Ländern und Regionen Europas und Nordamerikas durchgeführt.

Der Vergleich der internationalen Daten zeigt laut Kolip, dass sich deutsche Mädchen und Jungen am häufigsten als zu dick einschätzen.

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Die Bielefelder Forscher fordern, die Körperwahrnehmung stärker in Prävention und Gesundheitsförderung einzubeziehen. Denn ein negatives Körperbild könne sich ungünstig auf das Wohlbefinden auswirken, zu psychischen Belastungen führen und ungesunde Ernährungspraktiken sowie Essstörungen verursachen. Nicht zuletzt die Medien verbreiteten ein unerreichbares Schlankheitsideal für Mädchen und ein athletisches und muskulöses Körperideal für Jungen.

Laut dem Europa-Regionalbüro der WHO wird mit der Studie das weltweit umfassendste Bild über die Gesundheit und das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen beschrieben. Insgesamt wurden mehr als 200.000 junge Menschen befragt. In Deutschland wurden 5.000 Teenager zwischen 2009 und 2010 befragt. © hil/aerzteblatt.de

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