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KBV-Mustervertrag soll Mukovis­zidose-Versorgung verbessern

Mittwoch, 16. Mai 2012

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will die Versorgung erwachsener Mukoviszidose-Patienten verbessern. Dazu hat sie gemeinsam mit dem Selbsthilfe­verband Mukoviszidose einen entsprechenden Mustervertrag ausgearbeitet. Dieser zielt darauf ab, die Lebensqualität Betroffener durch dezentrale Versorgungsangebote zu verbessern.

Derzeit findet die ambulante Behandlung erwachsener Mukoviszidose-Patienten überwie­gend in pädiatrischen Einheiten großer Krankenhäuser statt. Der Mustervertrag sieht dagegen vor, dass Fachpraxen und andere Gesundheitsberufe regionale Teams bilden, die in Zusammenarbeit mit Mukoviszidose-Zentren eine wohnortnahe Versorgung erwachsener Patienten ermöglichen „und so eine Lücke im gegenwärtigen Angebot schließen“, erklärte KBV-Vorstandsvorsitzender Andreas Köhler.

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Die Mukoviszidose-Zentren beteiligen sich bereits am Mukoviszidose-Register und erfüllen international abgestimmte Behandlungsvorgaben. Die Anforderungen des Mustervertrages an die teilnehmenden Ärzte enthalten ebenfalls Standards für die interdisziplinäre Kooperation sowie die Teilnahme am Mukoviszidose-Register. „Deshalb kann das Vertragsmuster dazu beitragen, die Versorgungslücke für erwachsene Patienten zu schließen, ohne erforderliche Anforderungen an die Qualität zu gefährden“, unterstrich Andreas Reimann, Geschäftsführer des Mukoviszidose-Bundesverbandes.

Die cystische Fibrose/Mukoviszidose ist eine unheilbare chronische Erbkrankheit, die vor allem die Funktion von Lunge, Bauchspeicheldrüse und Leber beeinträchtigt. Eine dauerhaft hohe Lebensqualität ist realisierbar, wenn die Auswirkungen dieser Erkrankung und ihrer Begleiterkrankungen so gering wie möglich gehalten werden.

Eine dauerhaft hohe Lebensqualität ist realisierbar, wenn die Auswirkungen dieser Erkrankung und ihrer Begleiterkrankungen so gering wie möglich gehalten werden. Derzeit leben bundesweit 8.000 bis 9.000 Patienten mit diesem Krankheitsbild. Die Lebenserwartung der Betroffenen ist den vergangenen 20 Jahren gestiegen und liegt derzeit bei durchschnittlich 40 Jahren. Im Jahr 2010 war rund die Hälfte der Erkrankten 18 Jahre und älter. © hil/aerzteblatt.de

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