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Marburger Bund: Hammerschlag leitet Arbeitgeber-Institut

Sonntag, 20. Mai 2012

Nürnberg –  Der langjährige Verhandlungsführer des Marburger Bundes (MB) in Tarifverhandlungen, Lutz Hammerschlag, übernimmt zum 1. September die Leitung eines neues Institutes, das innovative Arbeitsmodelle für Ärzte in Krankenhäusern entwickeln soll. Träger des Institutes werden die Charité – Universitätsmedizin Berlin, Vivantes (größter kommunale Krankenhausträger ebenfalls mit Sitz in Berlin) und die DRK Kliniken Berlin sein. Eventuell kommen noch weitere hinzu.

Erklärtes Ziel der beteiligten Krankenhausträger sei es, in Zeiten des anhaltenden Ärztemangels, die eigene Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern, sagte Hammerschlag heute am Rande der 121. MB-Hauptversammlung in Nürnberg gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt: „Insofern wechsele ich zwar die Seiten, verfolge aber das  gleiche Ziel, nämlich die ärztlichen Arbeitsbedingungen im Krankenhaus zu verbessern.“ Als die Berliner Klinikträger an ihn herangetreten seien, habe er einfach Lust verspürt, mit 61 Jahren noch einmal etwas Neues zu probieren.

Die Mutmaßung, wonach die Arbeitgeberseite ihm nur deshalb abgeworben habe, um den MB als Gewerkschaft zu schwächen, weißt der Tarifexperte zurück: „Wenn ich nicht das Gefühl hätte, dass Herr Bovelet und Herr Einhäupl es ernst damit meinen, bessere Arbeitsmodelle für Ärztinnen und Ärzte anbieten zu wollen, stände ich nicht für den Posten zur Verfügung.“

Die knapp 200 Delegierten der MB-Hauptversammlung hatten Hammerschlag am Vortag mit stehenden Ovationen für seine 31jährige Tätigkeit im Verband gedankt. © JF/aerzteblatt.de

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RainerSchaefer
am Sonntag, 20. Mai 2012, 18:57

Dank für geleistete Dienste

Ja, da geht er hin. Auf einen Posten, wie für ihn geschaffen. Honi soit, qui mal y pense!
Der MB wird nicht nur wegen der unheilvollen Zersplitterung der Tariflandschaft völlig unglaubwürdig.
Andreas Skrziepietz
am Sonntag, 20. Mai 2012, 16:30

Trojanisches Pferd

das jetzt sein Gnadenbrot bekommt, weil es 30 Jahre lang MB-Mitglieder verarscht hat. Ich gehe davon aus, daß der Engländer nach Ablauf seiner Amtszeit auch bei diesem "Institut" auftauchen wird.

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