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Neuer KBV-Vorstand gewählt

Montag, 21. Mai 2012

Nürnberg – Regina Feldmann (59) ist neues Vor­stands­mitglied der Kassen­ärztlichen Bundesvereinigung. Sie tritt damit die Nachfolge von Carl-Heinz Müller an. Die Fachärztin für Allgemein­medizin wurde im zweiten Wahlgang mit 31 von 60 Stimmen gewählt. Ihr Gegen­kandidat Stephan Hofmeister hatte 28 Stimmen erhalten.

Feldmann hatte sich 1991 im thüringischen Meiningen als Hausärztin niedergelassen. Sie hat langjährige KV-Erfahrung; dem Vorstand der KV Thüringen gehörte sie bereits 2001 an. 2005 wurde sie dessen erste Vorsitzende.

Feldmann ist verheiratet und hat drei Kinder; zwei Töchter haben Medizin studiert und sind in der Weiterbildung zur Allgemeinärztin.

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In ihrer Vorstellungsrede vor den Delegierten hatte Feldmann darauf hingewiesen, dass sie zwar seit 1990 Mitglied im Deutschen Hausärzteverband sei. „Seit ich die KV-Verantwortung übernommen habe, hat mein Herz aber immer für die KV und für die Freiberuflichkeit geschlagen", betonte sie. Dass die Freiberuflichkeit der Vertragsärzte erhalten bleibe, sei ihr ein wichtiges Anliegen.

Es müsse dem KV-System weiterhin gelingen, eine wohnortnahe ambulante Versorgung zu organisieren, so Feldmann. Dafür seien neue Ideen gefragt. Auch sei es notwendig, einiges zu verändern, darunter vor allem die „unerträgliche bürokratische Belastung" in den Arztpraxen. Unabdingbar sind ihrer Meinung nach ein gerechtes Honorarsystem und attraktive Arbeitsbedingungen für junge Ärztinnen und Ärzte.

Nach ihrer Wahl sagte Regina Feldmann dem Deutschen Ärzteblatt, dass sie sich für ein Honorarsystem einsetzen werde, dass den Anforderungen an die hausärztlche Tätigkeit besser entspricht: „Der Hausarzt steht für die sprechende Medizin, aber wir haben keine Gebührenordnungsposition mehr, die dieser Anforderung gerecht wird, etwa bei der Betreuung von Heimpatienten oder bei der Versorgung von älteren Menschen. Dies erfordert sehr viel Zeit, und das muss sich auch in der Gebührenordnung wiederfinden.

Mit Blick auf die Wahrnehmung des Fachs Allgemeinmedizin müsse sich die KBV dafür stark machen, dass in der Ausbildung und in der Weiterbildungsordnung ein größeres Augenmerk auf diese Fachrichtung gelegt werde. Von 2005 bis 2009  seien die Facharztabschlüsse im Fach Allgemeinmedizin um 75 Prozent gesunken. Feldmann: „Wo soll das hinführen?“

Für ihren künftigen Vorstandskollegen Andreas Köhler fand Regina Feldmann freundliche Worte: „Herr Köhler ist sehr kompetent und fachlich versiert. Ich kann von ihm sicher noch lernen. Ich bin ein bisschen mehr von der emotionalen Linie geprägt, aber wir denken grundsätzlich beide in die gleiche Richtung: Wir schätzen beide das KV-System und wir sehen beide die Nowendigkeit zur Veränderung, die wir in diesem System brauchen.“ © Rie/JM/aerzteblatt.de

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dr.med.thomas.g.schaetzler
am Montag, 21. Mai 2012, 17:39

Herzlichen Glückwunsch, Frau Kollegin!

Die Zukunft der ambulanten medizinisch-ärztlichen Versorgung wird immer mehr weiblich werden. Der bisher ausschließlich männerdominierte KBV-Vorstand reflektiert in seiner Spitze diese Veränderungen und muss sich jetzt 'Gender'-spezifisch bewegen.
Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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