MHH fast 16 Millionen Euro im Minus
Donnerstag, 24. Mai 2012
Hannover – Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat das Jahr 2011 mit einem Minus von 15,9 Millionen Euro abgeschlossen. „Wir haben unser Ziel deutlich verfehlt, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erwirtschaften“, sagte der MHH-Vizepräsident Holger Baumann, zuständig für das Ressort Wirtschaftsführung und Administration, gestern bei Vorstellung der Bilanz.
Baumann zählte eine Reihe von Gründen auf, die zu Mehrbelastungen von 23 Millionen Euro geführt hätten. Neben Steigerungen der Personalkosten durch Tariferhöhungen (plus 4,4 Millionen Euro), Sachkostensteigerungen (plus 3,2 Millionen Euro), ein Plus bei den Energiekosten (plus eine Million Euro) und Mindereinnahmen wegen der EHEC-Epidemie (minus 2,9 Millionen Euro) führte der Vizepräsident einen überproportionalen Anstieg bei der Belegschaft um 170 Vollkräfte an, ohne dass es im vergangenen Jahr entsprechende Mehrleistungen gegeben habe.
„Hinzu kommt, dass in der Krankenversorgung die Preise für unsere stationären Dienstleistungen über den niedersächsischen Landesbasisfallwert gesunken sind“, sagte Baumann, was ein Minus von einer halben Million Euro ausmache.
Da bei einer Auslastung der Klinik von mehr als 90 Prozent und einem Allzeithoch bei den ausgegebenen Drittmitteln von mehr als 86 Millionen Euro kaum noch Leistungssteigerungen zu realisieren seien, wolle die MHH mit einem Sparkurs gegensteuern. Damit müssten etwa 170 Vollkraftstellen eingespart werden. hil
© hil/aerzteblatt.de
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