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Vitamin C hilft Neugeborenen rauchender Mütter

Donnerstag, 24. Mai 2012

Portland – Wenn schwangere Frauen das Rauchen auch während der Schwangerschaft nicht aufgeben können, sollten sie einer neuen Studie zufolge Vitamin C einnehmen. So schädlich der Nikotinkonsum während der Schwangerschaft auch ist, ist es den Müttern dennoch möglich, ihr Kind dadurch vor einigen schwerwiegenden Folgen möglicherweise zu bewahren. Das behaupten zumindest Wissenschaftler der Oregon Health & Science University in Portland. Ihre Studie ist im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine (Mai 2012, 185; 2012:A3899) erschienen.

Bei ihrer Pilot-Studie analysierten die Wissenschaftler unter der Leitung von Cindy McEvoy 159 Frauen, denen es nicht gelungen war, von ihrem Nikotinabusus loszukommen. In einem Zeitraum von 22 Wochen während ihrer Schwangerschaft bis hin zur Geburt teilten die Forscher die Probanden in zwei Gruppen auf. Während die eine Gruppe täglich 500 Milligramm Vitamin-C zu sich nahm, bekam die andere Gruppe lediglich ein Placebo. Es zeigte sich, dass diejenigen Neugeborenen, deren Mütter täglich das Vitaminpräparat eingenommen hatten, wesentlich bessere Ergebnisse bei Lungenfunktionstests nach 48 Stunden Lebenszeit hatten.

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Obwohl die Ergebnisse für McEvoy und ihre Kollegen erfreulich sind, liege der Fokus dennoch darauf, schwangere Frauen vom Rauchen abzuhalten, betonen die Autoren. Dennoch gäbe es immer noch genügend Frauen, die sich auch in der Schwangerschaft nicht von der Nikotinsucht befreien könnten. Von denjenigen Frauen, die vor ihrer Schwangerschaft rauchen, schaffen es laut den Recherchen der Wissenschaftler wohl nur knapp die Hälfte zu Gunsten ihres Kindes mit dem Rauchen aufzuhören.

Die Nahrungsergänzung mit Vitamin C lindert den Autoren zufolge zumindest einige der negativen Effekte des Nikotins auf die fetale Lungenentwicklung. So führt der mütterliche Tabakkonsum beim Kind unter anderem vermehrt zu Allergien, Bronchitiden und Asthmaerkrankungen, da die von der Mutter aufgenommenen Giftstoffe sehr effizient in den kindlichen Organismus gelangen. Mit welchem pathophysiologischen Mechanismus das Vitamin dort seine Wirkung entfaltet, ist den Autoren aber noch nicht klar.   hil 

http://ajrccm.atsjournals.org/cgi/content/meeting_abstract/185/1_MeetingAbstracts/A3899?sid=b758a9dd-6f07-48e6-b9fc-e73d323233f9 | Abstract

http://www.ohsu.edu/xd/health/services/providers/mcevoyc.cfm | Cindy McEvoy

© hil/aerzteblatt.de

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