Elektronische Gesundheitskarte abgelehnt
Freitag, 25. Mai 2012
Nürnberg – Der 115. Deutsche Ärztetag hat gefordert, das politische Projekt „Elektronische Gesundheitskarte“ aufzugeben. Er fordert einen Stopp des Projektes und die Förderung längst existierender kostengünstiger dezentraler Kommunikationswege und Speichermedien in der Medizin. Die elektronische Gesundheitskarte sei gescheitert, heißt es in der von der Mehrheit der Delegierten getragenen Entschließung.
Die Vertraulichkeit der Patientenbeziehung sei durch dieses Projekt genauso bedroht wie die ärztliche Therapiefreiheit. Die Antragsteller aus verschiedenen Ärztekammern sehen durch das eGK-Projekt seit Jahren eine fortschrittliche Weiterentwicklung der Kommunikation behindert.
Gegner der Entschließung warnten vergeblich vor dem dadurch zu erwartenden politischen Flurschaden. Die Entwicklung selbst könne man so nicht aufhalten, durch Nichtbeteiligung schließe man sich von künftigen Einwirkungsmöglichkeiten aus. © TG/KBr/aerzteblatt.de
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