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Ärzte ohne Grenzen kritisiert Blockadehaltung gegen wichtige Forschungskonvention

Freitag, 25. Mai 2012

Genf – Ärzte ohne Grenzen hat das Verhalten der EU-Gesundheitsminister auf der Weltgesundheitsversammlung in Genf kritisiert. Sie würden ein wegweisendes Übereinkommen für die Forschung zu Krankheiten, an denen Millionen Menschen in ärmeren Ländern leiden, blockieren, so die Hilfsorganisation.

Die Konvention sieht einen finanziellen Beitrag der Unterzeichnerstaaten für Forschung nach klar definierten Prioritäten vor. Damit soll sichergestellt werden, dass daraus entwickelte Medikamente und medizinische Produkte auch in ärmeren Ländern bezahlbar sind.

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„Auch Deutschland spielt dabei keine rühmliche Rolle“, erklärte Philipp Frisch von der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen.. Das deutsche Gesundheits­ministerium sei gegen eine Forschungskonvention, obwohl sie die Situation so vieler Menschen signifikant verbessern könnte.

Das Abkommen werde von vielen Entwicklungs- und Schwellenländern unterstützt, die bereit seien, selbst mehr Verantwortung zu übernehmen. „Dennoch verwendet Deutschland als einer der wichtigen Mitgliedsstaaten der EU sein politisches Gewicht dazu, die Konvention zu verhindern – das ist inakzeptabel“, so Frisch.

Ärzte der Hilfsorganisation seien regelmäßig mit Situationen konfrontiert, in denen sie Patienten nicht behandeln könnten, weil wirksame Medikamente fehlten. Ärzte ohne Grenzen fordert deshalb alle beteiligten Staaten dazu auf, endlich aktiv zu werden und die Gelegenheit zu nutzen, diesen Problemen wirksam und nachhaltig zu begegnen. © hil/aerzteblatt.de

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