Ausland

Sterbehilfe­organisation Exit meldet immer mehr Mitglieder

Dienstag, 29. Mai 2012

Zürich – Die Sterbehilfeorganisation Exit in der Schweiz verzeichnet laut Medienberichten einen deutlichen Anstieg von Neuanmeldungen. In den ersten vier Monaten des Jahres seien über 3.000 Personen der Organisation beigetreten, meldet die Zeitung Sonntag. Zu dem Anstieg beigetragen haben könnte laut Bericht auch der Freitod von Fussball-Legende Timo Konietzka.

Der erste Torschütze der Bundesligageschichte war im März mit einem Giftcocktail von Exit aus dem Leben geschieden und hatte die Organisation in seiner eigenen Todesanzeige gelobt. Auch seine Witwe Claudia setzt sich den Angaben zufolge für Exit ein.

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Ganz überraschend ist der Mitgliederzuwachs allerdings nicht: Bereits im Jahr 2011 verzeichnete Exit über 6.000 Neueintritte, wie die Organisation auf ihrer Homepage unter Berufung auf den Jahresbericht schreibt. Demnach kommt der Verein insgesamt auf derzeit rund 80.000 Mitglieder.

Im vergangenen Jahr begleitete Exit 305 Personen in den Freitod; 2010 waren es 257. In der Schweiz ist Beihilfe zur Selbsttötung erlaubt, sofern die Helfer keine eigennützigen Motive verfolgen. © kna/aerzteblatt.de

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