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Flächendeckende telemedizinische Betreuung von COPD-Patienten

Donnerstag, 31. Mai 2012

Hamburg/Stuttgart – Ein telemedizinisches Betreuungsprogramm für Patienten mit chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung (COPD) haben die Techniker Krankenkasse (TK), Bosch Healthcare und das Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) in Stuttgart gestartet. Die Betroffenen übermitteln dabei täglich Informationen wie Sauerstoff­sätti­gung, Atemprobleme sowie Angaben zum allgemeinen Befinden an das Tele­medizi­nische Zentrum des Robert-Bosch-Krankenhauses, wo Fachpersonal die Angaben auswertet. Sollte sich der Gesundheitszustand verändern, treten die Betreuer mit den Patienten oder dem behandelnden Arzt in Verbindung. Zudem erhalten die Betroffenen umfangreiche Hinweise, wie sie mit ihrer Krankheit umgehen und die Lebensqualität im Alltag verbessern können.

In einem ersten Schritt sollen bundesweit mindestens 300 Schwerkranke in das Programm aufgenommen werden, deren Risiko für eine Exazerbation der COPD besonders hoch ist. „Unser Ziel ist, damit frühzeitig auf Verschlechterungen reagieren zu können und Krankenhausaufenthalte möglichst zu vermeiden“, sagte Jens Baas, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der TK. „Die intensive Betreuung der Schwerkranken trägt dazu bei, dass die Patienten stabilisiert werden und sich so besser fühlen“, betonte der Ärztliche Direktor des RBK, Mark Dominik Alscher.

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„Die Kooperation von Kasse, Krankenhaus und Unternehmen baut bewusst auf die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten“, betonte Ullrich Hipp, Geschäfts­führer der Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH. Die Betreuung der Patienten erfolge im Rahmen eines integrierten Versorgungsvertrages nach Paragraf 140 des fünften Sozialgesetzbuches.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO erwartet, dass bis 2030 in Europa die COPD zur dritthäufigsten Todesursache nach Herzkrankheiten und Schlaganfällen wird (Word Health Statistics). Allein bei der Techniker Krankenkasse sind derzeit etwa 100.000 COPD-Patienten registriert, Tendenz steigend.

Die Betreuung der Patienten baut auf einem telemedizinischen System von Bosch auf, das seit mehr als zehn Jahren vor allem in den USA eingesetzt wird. Neben der täglichen Übermittlung der Gesundheitsdaten erfahren die Patienten zu Hause über ihre Basisstation Details zu ihrer Krankheit. Die Betroffenen sollen so lernen, mit ihrer Situation besser umzugehen und dadurch langfristig Rückschläge zu vermeiden. Neben der COPD wird das System von Bosch Healthcare auch bei anderen chronischen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Diabetes eingesetzt. © hil/aerzteblatt.de

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