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Rückruf des Adrenalin-Auto­injektors Anapen

Dienstag, 5. Juni 2012

Bonn – Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) appelliert in einer Pressemitteilung an Allergie-Patienten, die im Besitz des Adrenalin-Autoinjektors Anapen sind, diesen gegen ein anderes geeignetes Arzneimittel auszutauschen. Betroffen sind die Arzneimittel Anapen 300 μg Adrenalin in 0,3 ml Injektionslösung, Fertigspritze und Anapen Junior 150 μg Adrenalin in 0,3 ml Injektionslösung, Fertigspritze.

Der Adrenalin-Autoinjektor Anapen wird zur sofortigen Behandlung eines anaphyla­ktischen Notfalls eingesetzt. Bei einigen Chargen der betroffenen Produkte besteht das mögliche Risiko, dass die Adrenalinlösung bei einer Anwendung nicht oder nicht in hinreichender Menge abgegeben wird und damit keine erfolgreiche Behandlung des Schockzustandes erfolgt.

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Dies hatte der Hersteller Owen Mumford Ltd bei Labortests bemerkt. Der Lizenzhalter Lincoln Medical Limited informierte daraufhin die Aufsichtsbehörden. Die britische Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA) erließ am 23. Mai einen Rückruf. Am 25. Mai versendete Lincoln Medical Limited in Deutschland einen Rote-Hand-Brief.

Dort werden die Nutzer aufgefordert, ihre Autoinjektor auszutauschen. Bis ihnen die Ärzte ein anderes geeignetes Arzneimittel verschrieben haben und der Apotheker ihnen dieses andere Arzneimittel ausgehändigt hat, sollen sie Anapen jedoch behalten und im Notfall auch einsetzen. Der Rückruf ist vorsorglicher Natur. Laut MHRA ist bisher weder von Patienten noch von Ärzten über Versagensfälle berichtet worden. © rme/aerzteblatt.de

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