Knochenbrüche bei Kindern nicht übersehen
Mittwoch, 6. Juni 2012
Köln – Auf die Gefahr, einen Knochenbruch bei einem Kind zu übersehen, hat der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hingewiesen. „Etwa jedes 10. Kind, das sich etwas gebrochen hat, zeigt keine typischen äußerlichen Zeichen wie Schwellungen oder kann den betroffenen Arm sogar noch bewegen, so dass Eltern zuerst nicht an einen Bruch denken“, warnte Hans-Jürgen Nentwich aus dem BVKJ-Vorstand.
Bei starken Schmerzen nach einem Sturz sollte in jedem Fall ein Pädiater das Kind untersuchen. Eine provisorische Schlinge sollte den verletzten Arm bis zur Vorstellung schützen. Schmerzmittel dürfe das Kind erst in Absprache mit dem Facharzt erhalten. Bei älteren Kindern könne aber ein Kältepack die Beschwerden lindern. Bei einem gebrochenen Bein sollte ein Krankenwagen und nicht die Angehörigen das Kind zum Krankenhaus transportieren, um das betroffene Bein nicht unnötig zu belasten.
Nentwich wies daraufhin, dass Frakturen an den Armen bei Kindern besonders häufig sind, sie machen 69 Prozent aller Knochenbrüche bei Kindern aus. Besonders gefährdet seien übergewichtige Heranwachsende, da ihre Knochen in Relation zum Körpergewicht nicht stark genug seien. © hil/aerzteblatt.de
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