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Gemeinsame Arbeit gegen Klebsiellen in Leipzig

Freitag, 8. Juni 2012

Leipzig – Mitarbeiter des Robert Koch-Instituts (RKI) haben das Universitätsklinikum Leipzig besucht, um gemeinsam mit der Klinik und dem Gesundheitsamt die sogenannten KPC-Keime einzudämmen. Sie gehören zu den Klebsiellen, die grundsätzlich in jedem Darm vorkommen. Im vorliegenden Fall sind sie allerdings durch eine sogenannte Carbapenemase in der Lage, eine große Zahl von Antibiotika unwirksam zu machen.

Dieser multiresistente Darmkeim KPC (Carbapenemase bildende Klebsiellen) wurde vor knapp zwei Jahren erstmals am Universitätsklinikum Leipzig nachgewiesen. Seit Februar 2011 meldet die Klinik pro Monat bei aufgenommenen oder an das UKL verlegten Patienten null bis maximal drei Fälle eines KPC-Nachweises. 2012 gab es bisher zehn neue Nachweise, zuletzt hat die Klinik Ende Mai zwei neue Nachweise registriert.

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Das Robert Koch-Institut wird das Gesundheitsamt und das Universitätsklinikum Leipzig dabei unterstützen, die möglichen Übertragungswege zu klären. „Dies wird durch die Erfassung und Auswertung umfangreicher Daten aus den zurückliegenden zwei Jahren erfolgen und kann mehrere Monate in Anspruch nehmen“, hieß es aus der Klinik.

Bei dem Vor-Ort-Termin stellte das UKL auch die Hygienemaßnahmen vor. Die Vertreter des Gesundheitsamtes schätzen, dass die von der Uniklinik getroffenen Maßnahmen deutlich über die sonst üblichen Empfehlungen zur Bekämpfung multiresistenter Erreger hinausgehen und damit ein hohes Maß an Patientensicherheit gegen Infektionen gegeben ist.   hil

© hil/aerzteblatt.de

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