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Medizinischer Fakultätentag warnt vor möglichen Qualitätsverlusten in der ärztlichen Ausbildung

Freitag, 15. Juni 2012

Berlin – Der Medizinische Fakultätentag (MFT) hat die Qualität der ärztlichen Ausbildung in Deutschland gelobt. „Erhebungen haben gezeigt, dass die Medizinstudierenden mit ihrem Studium durchaus zufrieden sind“, unterstrich MFT-Präsident Heyo Kroemer auf dem 73. Ordentlichen Medizinischen Fakultätentag.

Mathis Gittinger, Vertreter der Studierenden (bvmd), sieht die deutsche Mediziner­ausbildung als „Exzellenzcluster eigener Art“. Gleichzeitig warnte der MFT aber vor der Fehleinschätzung, dass Änderungen in der ärztlichen Ausbildung das Problem fehlender Hausärzte in ländlichen Regionen beseitigen könnten. Hier seien andere Akteure in der Pflicht.

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Dementsprechend stößt auch der EU-Vorschlag einer verkürzten Medizinerausbildung bei den Fakultäten auf wenig Unterstützung. Sie warnten davor, dass die daraus folgende Verdichtung der Lehrpläne unweigerlich zu Qualitätsverlusten in der Ausbildung führen würde.  Auch die steigenden Wartezeiten auch für gut geeignete Studienbewerber sehen die medizinischen Fakultäten mit Sorge. Aus ihrer Sicht könnten leistungs­gesteuerte Losverfahren bei der Studienplatzvergabe Chancengleichheit und Verhältnismäßigkeit gewährleisten.

Weiterhin verwies der MFT darauf, dass über 90 Prozent der Medizinstudenten nach dem Examen in den klassischen Arztberuf einsteigen. „Entgegen der Behauptung berufsständischer Ärzteorganisationen gibt es keinen nennenswerten Ärzteschwund“, so die Fakultäten.

Auch der Anteil an Ärzten, die dauerhaft ins Ausland abwandern, sei nach den repräsen­tativen Studien gering. „In Deutschland ausgebildete Ärzte gehen vorrangig in die deutsche Versorgung und streben einen Facharztabschluss an“, so das Resümee des MFT. © hil/aerzteblatt.de

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