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Versorgungsmix für die Psychiatrie in Baden-Württemberg

Montag, 18. Juni 2012

Stuttgart – Die Landesregierung in Baden-Württemberg setzt bei der psychiatrischen Versorgung auf einen Mix von großen psychiatrischen Kliniken und vielen lokalen Einrichtungen. Einer kompletten Dezentralisierung aller psychiatrischen Angebote erteilte Gesundheitsministerin Katrin Altpeter (SPD) jetzt auf dem Landespsychiatrietag in Stuttgart eine Absage. „Konzepte der Spezialisierung und der Gemeindepsychiatrie sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden. Sie können und müssen sich vielmehr sinnvoll ergänzen“, sagte die Ministerin.

Größere Kliniken könnten Therapieangebote vorhalten, die sich in kleineren Einheiten betriebswirtschaftlich oft nicht rechneten. Die Ministerin nannte beispielhaft eine ausdifferenzierte Arbeitstherapie oder die Vielfalt kunst- und musiktherapeutischer Angebote.

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Auch könnten Teams mit vielfältiger multiprofessioneller Kompetenz Konzepte verwirk­lichen, die auf die Bedürfnisse verschiedener Patientengruppen besonders abgestimmt seien, zum Beispiel auf einer Depressionsstation. Außenstellen und dezentrale Hilfe­angebote dagegen würden helfen, die psychiatrische Versorgung in der Fläche durch gemeindenahe voll- und teilstationäre Angebote zu verbessern.

Die Gesundheitsministerin ging in ihrer Rede vor dem Landespsychiatrietag auch auf aktuelle Gesetzesvorhaben ein. Derzeit erarbeite eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Medizin, der Wissenschaft, der kommunalen Ebene und der Leistungsträger, aber auch der Psychiatrie-Erfahrenen und Angehörigen Psychiatrie-Erfahrener, ein Eckpunkte­papier als Grundlage für ein Landespsychiatriegesetz.

„Erstmals werden in Baden-Württemberg durch ein Gesetz für psychisch kranke Menschen Hilfen und Schutz­maßnahmen zusammengeführt und gesetzlich geregelt werden“, sagte sie. © hil/aerzteblatt.de

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