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Jeder fünfte Professor ist eine Frau

Dienstag, 19. Juni 2012

Berlin – Der Anteil von Frauen bei den Professorenstellen lag im Jahr 2000 bei rund zehn Prozent, er hat sich seitdem auf etwa 20 Prozent verdoppelt. Das berichtet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf einer Fachtagung in Berlin. Es zog dort eine positive Bilanz des sogenannten Professorinnenprogramms, das 2008 angelaufen ist. Bund und Länder fördern im Rahmen des Programms bis zu drei Professorinnenstellen pro Hochschule, wenn diese ein überzeugendes Gleichstellungskonzept vorgelegt hat. So wurden in den vergangenen vier Jahren laut BMBF 260 Professuren für hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen gefördert.

„Das Programm hat nicht nur dazu geführt, dass zusätzlich 260 Professuren mit Frauen besetzt wurden, es trägt zum notwendigen Kulturwandel bei“, betonte BMBF-Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen. Allerdings seien 20 Prozent „noch lange nicht genug“.

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Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern entscheidet am 29. Juni 2012 über eine zweite Phase des Professorinnenprogramms. Staatssekretärin Quennet-Thielen befürwortet von Bundesseite ausdrücklich eine Fortführung: „Wir steigern den Frauenanteil weiter und setzen ein starkes Signal für den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs: Der Einsatz für Karrieren in Wissenschaft und Forschung lohnt sich“, sagte sie. © hil/aerzteblatt.de

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kairoprax
am Mittwoch, 20. Juni 2012, 07:37

jede fünfte Professorin zur politischen Korrektheit

Liebe(r) hil/aerzteblatt.de,

wenn jeder 5. Professor eine Frau wäre, wäre der Anteil von geno- und phänotypischen Auffälligkeiten extrem hoch.
Politisch korrekt, aber genauso falsch, müßte es heißen, daß 4/5 aller Professorinnen Männer seien. Aber eine solche Aussage wäre schon fast wieder politisch inkorrekt.
Wie wäre als gangbarer Weg eine Überschrift, daß 4mal häufiger ein Mann am Pult steht als eine Frau?

Ihr Karlheinz Bayer, Allgemeinärztin aus Bad Peterstal

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