Patienten mit chronischen Darmerkrankungen deutlich eingeschränkt
Mittwoch, 20. Juni 2012
Ulm – Patienten mit chronischen entzündlichen Darmerkrankungen (CED) sind auch in schubfreien Intervallen deutlich eingeschränkt. Das berichtet der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen auf Basis einer europaweiten Umfrage bei fast 5.000 Betroffenen.
Über 80 Prozent der befragten Patienten gaben auch in schubfreien Phasen eine ausgeprägte Müdigkeit an. Die Hälfte der Befragten berichtete, dass ihre Karrierechancen durch die Erkrankung eingeschränkt sind. Gut ein Fünftel hat Diskriminierung am Arbeitsplatz hinnehmen müssen. Für 44 Prozent war CED der Grund für Arbeitsplatzverlust oder Kündigung.
Anzeige
Im Privatleben verhindert die Krankheit Partnerschaften und führt nicht selten zum Bruch einer Beziehung. Bei gut der Hälfte der befragten Patienten dauerte die Diagnosestellung nach den ersten Symptomen über ein Jahr. „Die Beherrschung der Symptome und die Beeinflussung des Krankheitsverlaufs hängen entscheidend von einer frühzeitigen Diagnose und einer kompetenten Therapie ab“, betonte der CED-Experte beim Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen und Vorsitzender des Kompetenznetzes CED, Bernd Bokemeyer. Er kritisierte, eine optimale flächendeckende Versorgung scheitere daran, dass für die notwendigen Leistungen nicht genug Geld da sei.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie
registriert sein.
Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.