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Tarifkonflikt bei Damp-Kliniken eskaliert

Freitag, 22. Juni 2012

Damp – Der Tarifkonflikt bei den Damp-Kliniken eskaliert. Nachdem etwa 1.000 Mitarbeitern der Zentralen Service-Gesellschaft (ZSG) der Krankenhaus-Gruppe vorsorglich gekündigt wurde, hat die Gewerkschaft Verdi dem Unternehmen am Freitag versuchte Erpressung vorgeworfen.

„Die Kündigungen zielen ausschließlich darauf, von den Beschäftigten einen Streikverzicht zu erpressen“, sagte Ellen Paschke, zuständiges Bundesvorstandsmitglied von Verdi. Die Mitarbeiter der ZSG seien am Morgen überraschend per Schreiben über das Ende ihres Beschäftigungsverhältnisses informiert worden.

In einer schriftlichen Begründung der Geschäftsführung des Serviceträgers hieß es laut Verdi, dass die ZSG durch den Tarifstreik in den Damp-Kliniken nicht länger in der Lage sei, „ihre vertraglich vereinbarten Leistungen zu erbringen“. Dadurch hätten sich die Krankenhäuser gezwungen gesehen, die Verträge mit dem Träger aufzulösen. Daraufhin habe die ZSG den Mitarbeitern die Kündigungen ausgesprochen.

Verdi will rechtliche Schritte gegen Kündigungen einleiten
„Die Begründung ist an den Haaren herbeigezogen“, sagte Paschke. Es gebe seit langem eine Vereinbarung, welche für Streikaktionen eine Ankündigungsfrist von 48 Stunden vorsieht, wodurch die Akut- und Notfallversorgung jederzeit sichergestellt sei. Die Gewerkschaft plant, juristische Schritte gegen die Kündigungen einzuleiten.

Laut der Helios Kliniken GmbH, die die Damp-Kliniken übernommen hat, ist eine Rücknahme der Kündigungen noch möglich. Dafür müsste aber bis Ende Juli eine Einigung im Tarifkonflikt erzielt werden. Die nächste Verhandlungsrunde zwischen ver.di und dem Arbeitgeber steht für Montag (25. Juni) an.

Vom Tarifkonflikt betroffen sind 5.600 Mitarbeiter in Kliniken in Schleswig, Hamburg, Kiel, Stralsund, Ahrenshoop und Damp. Sie sollen nach der Übernahme der Damp-Kliniken durch die Helios Kliniken den von Verdi als schlechter eingestuften Helios-Tarifvertrag übernehmen. Die Gewerkschaft fordert dagegen 7,5 Prozent mehr Gehalt, eine Jahressonderzahlung und eine Arbeitsplatzgarantie im Service. © dapd/aerzteblatt.de

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Andreas Skrziepietz
am Montag, 25. Juni 2012, 13:53

Dummheit siegt

Ich halte jeden Wette, daß Verdi darauf eingehen wird, denn das heiligste, wo der Deutsche hat, ist bekanntlich sein Arbeitsplatz. Dabei könnte Helios ohne die betroffenen Mitarbeiter den Betrieb einstellen - es sei denn, es gelingt, Fremdarbeiter aus dem Osten zu rekrutieren.

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