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Kassen lehnen Konzept zur Förderung privater Pflegeversicherungen ab

Montag, 25. Juni 2012

Berlin – Die gesetzlichen Krankenkassen lehnen das Konzept der Bundesregierung zur staatlichen Förderung privater Pflegezusatzversicherungen ab. Es trage nicht dazu bei, die Pflegeversicherung insgesamt zu entlasten, erklärten die Kassen laut einem Bericht der Zeitung Die Welt vom Montag in einer Stellungnahme für die Anhörung im Gesundheitsausschuss. Das Ziel einer nachhaltigen Absicherung der sozialen Pflegeversicherung werde so verfehlt, kritisierte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Die Finanzkalkulation nennt der Verband dem Bericht zufolge „nicht nachvollziehbar“. Für 2013 stünden 100 Millionen Euro zur Verfügung, mit denen 1,5 Millionen Verträge bezuschusst werden sollen.

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Bei Zugrundelegung von 15,4 Millionen privaten Zusatzverträgen, wie etwa in der Altersvorsorge, sei tatsächlich mit Kosten von 924 Millionen Euro zu rechnen. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will private Pflegeversicherungen mit 60 Euro im Jahr bezuschussen, wenn der Versicherte selbst mindestens 120 Euro aufbringt. © hil/aerzteblatt.de

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Peanut71
am Montag, 25. Juni 2012, 22:37

Und es können sich nur wieder die Reichen leisen

Wer bitte schön soll sich eine private Pflegeversicherung leisten können? Nur die Reichen, die Niedriglohnbezieher oder Harz IV Empfänger können sich das überhaupt nicht leisten, oder wie soll man von einem Harz IV Regelsatz, oder als Aufstocker, noch ca. 40,- Euro in eine private Pflegeversicherung bezahlen? Das ist der Satz, der den ca. 40-50 jährigen angeboten wird bei den PKV´s. Wer hat also wieder etwas davon - die Oberschicht, die Unterschicht wird sich weiterin mit wenigen Leistungen zufrieden geben müssen. Völliger Quatsch diese Bezuschussung, von denen nur wieder die provitieren, die eh schon genügend haben.
Senbuddy
am Montag, 25. Juni 2012, 13:45

Die GKVen sollten doch dafür sein...

...und private Pflegezusatzversicherungen nicht einfach ablehnen. Die gesetzliche Pflegeversicherung wird dadurch zwar nicht direkt entlastet, aber indirekt doch.

Der volkswirtschaftlich Zweck solcher privaten Verträge ist doch, mit einem kleinen Beitrag aus der Staatskasse eine deutlich größere private Initiative anzuregen.

Das wird wie mit den meisten Förderungen dieser Art gut gelingen. Und es ist volkswirtschaftlich auch deutlich sinnvoller als das gleiche Geld ohne spürbaren Effekt "einfach so" in den Tiefen der gesetzlichen Vorsorge versickern zu lassen.

Aber die GKVen sollten sich doch trotzdem freuen. Denn sie kriegen auch ihren Teil ab: Sie können nämlich als Vermittler dann wieder neue private Versicherungsverträge an ihre Mirglieder verkaufen und damit erhebliche neue Provisionseinnahmen generieren !

Die dürften erfahrungsgemäß dann wieder ungefähr in der Höhe der staatlichen Zuschüsse liegen. So bekommen die GKVen dann doch ihre "Entlastung". Und alle haben was davon !

Warum stimmen die GKVen also nicht einfach zu ?

Ach ja: Private Versicherungen möchte man ja lieber abschaffen und "das Heft selbst in der Hand" haben. Darum müssen sie natürlich dagegen sein. Schon aus Prinzip...

Viele Grüße
S.

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