Sächsischer Ärztetag zu neuen Versorgungsformen, Telematik und Hygiene
Montag, 25. Juni 2012
Dresden – Die Bundesärztekammer soll neue kooperative Versorgungsstrukturen kritisch prüfen. Das hat der 22. Sächsischen Ärztetages gefordert. Bei der Organisation entsprechender Strukturen müsse die Verbesserung der Patientenversorgung und nicht die Gewinnoptimierung Priorität haben, so die Delegierte. Im Sinne des Verbraucherschutzes und des Patienteninteressen sei es nötig, klare Kriterien zu definieren und diese regelmäßig zu überprüfen und zu evaluieren.
Der Ärztetag forderte außerdem, Hausärzte als Partner in telemedizinische Projekte von spezialisierten medizinischen Zentren einzubinden. Grund dafür sei, dass telemedizinische Verfahren eine Ergänzung aber keinen Ersatz klinischer Diagnostik- und Therapiemethoden darstellten. „Deshalb ist die Einbindung der im direkten Patientenkontakt tätigen Ärzte, in der Regel der Hausärzte, in die für die hausärztliche Versorgung relevanten Prozessabläufe zwingend erforderlich“, betonte der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Jan Schulze.
Mehr Engagement in der Hygiene und Infektionsprävention ist eine weitere Forderung des Ärztetages. Das Land müsse mehr Hygieneinstitute einrichten und Mittel für Weiterbildungsstellen in der Hygiene und Umweltmedizin bereitstellen.
Die strukturierte Fortbildung zum Krankenhaushygieniker könne nur eine zeitlich begrenzte Lösung sein. „Es bedarf dringend der verstärkten Initiierung der regulären Weiterbildung zum Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin nach der Weiterbildungsordnung der Sächsischen Landesärztekammer“, so die Delegierten. © hil/aerzteblatt.de
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