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Pyelonephritis: Antibiotikatherapie kann verkürzt werden

Montag, 25. Juni 2012

Göteborg – Bei einer unkomplizierten akuten Pyelonephritis ist eine 7-tägige Therapie mit Ciprofloxacin der üblichen 14-tägigen Therapie mit dem gleichen Antibiotikum gleichwertig. Dies zeigt eine randomisierte klinische Studie im Lancet (2012; doi: 10.1016/S0140-6736(12)60608-4). Die Studie wurde vom Swedish strategic programme against antibiotic resistance (Strama) durchgeführt, das sich für einen rationalen Einsatz von Antibiotika einsetzt.

Es nahmen 248 Frauen im Alter von 27 bis 62 Jahren teil, die sich mit Fieber und Flankenschmerz beim Arzt vorgestellt hatten. Bei 96 Prozent waren die Urinkulturen und bei 22 Prozent auch die Blutkulturen positiv. Der häufigste Erreger war E. coli. Einige Patientinnen wurden zunächst intravenös im Krankenhaus behandelt. Das Studienprotokoll sah vor, dass bei jeder zweiten Patientin die Antibiotikatherapie, die in Schweden in dieser Indikation mit Ciprofloxacin (2 mal täglich 500 mg) üblicherweise über 14 Tage erfolgt, nach 7 Tagen beendet wurde.

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Der primäre Endpunkt der Studie war die klinische und bakteriologische Ausheilung 10 bis 14 Tage nach dem Ende der Behandlung. Er wurde, wie Torsten Sandberg von der Sahlgrenska Universität in Göteborg mitteilt, von 96 Prozent der Patientinnen nach der Kurztherapie erreicht gegenüber 97 Prozent nach der konventionellen 14-tägigen Antibiotikakur.

Bei der Nachuntersuchung nach 4 bis 8 Wochen waren in beiden Gruppen 93 Prozent ohne Rezidiv, so dass die Kurzzeittherapie auch langfristig eine vollwertige Alternative ist. Die Ergebnisse gelten nach Einschätzung der Kommentatorin Lindsay Nicolle von der University of Manitoba in Winnipeg nur für die Therapie mit Ciprofloxacin und streng genommen nur vor dem Hintergrund der in Schweden noch niedrigen Rate von Antibiotikaresistenzen. Insgesamt 8 Prozent der Patientinnen hatten resistente E. coli in der Urinkultur. © rme/aerzteblatt.de

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