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Fresenius: Rhön-Übernahme droht zu scheitern

Donnerstag, 28. Juni 2012

Frankfurt/Main. Die Übernahme der Rhön-Klinikum AG durch den Gesundheits­konzern Fresenius, zu dem auch die Helios-Kliniken gehören, ist noch längst nicht in trockenen Tüchern. Gestern gab der Klinikkonzern Asklepios – hinter Helios und Rhön die Nr. 3 auf dem Krankenhausmarkt – bekannt, dass er 5,01 Prozent der Rhön-Aktien erworben habe.

Damit wird es für Fresenius sehr schwierig, 90 Prozent plus eine Aktie des Grundkapitals und der Stimmrechte von Rhön zu erwerben. Diese Schwelle sieht die Rhön-Satzung für strategische Entscheidungen vor.

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Die Frist für die Rhön-Aktionäre, das Übernahmeangebot in Höhe von 22,50 Euro je Aktie anzunehmen, endete gestern um Mitternacht. Die Bekanntgabe der Ergebnisse wird frühestens für morgen erwartet. Am Dienstag hatte Fresenius erklärt, bis dato erst 37,1 Prozent der Anteile erworben zu haben. Es ist allerdings üblich, dass institutionelle Anleger ihre Papiere erst sehr kurz vor Fristende verkaufen.

Bernard gr. Broermann, Gründer und Gesellschafter der Asklepios-Kliniken, ließ per Mitteilung ausrichten, dass Asklepios sich hinsichtlich der Rhön-Kliniken alle Gestaltungsmöglichkeiten offen halte. Ein baldiger Weiterverkauf der Rhön-Anteile an Fresenius scheint somit unwahrscheinlich.

Eugen Münch, Gründer, Aufsichtsratsvorsitzender und Ankeraktionär der Rhön-Klinikum AG, reagierte verärgert auf den Einstieg der Hamburger Konkurrenz: „Herr Dr. Broermann ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und er wird kaum eine Sperrminorität bei Rhön anstreben, weil er damit automatisch unter die Fusionskontrolle fällt. Das würde schwere Veränderungen in seinem Unternehmen erfordern. Andererseits hat er sich gegen schnelle Gewinne noch nie gewehrt“, sagte Münch in einer Pressemitteilung.

Die im MDax notierte Rhön-Aktie stürzte gestern von über 21,12 Euro auf 18,52 Euro ab und notierte heute Nachmittag (16.30 Uhr) bei 18,27 Euro. © JF/aerzteblatt.de

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