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Knochenersatz­materialien selten besser als körpereigene Transplantate

Dienstag, 3. Juli 2012

Köln – Den Nutzen von sogenannten Knochenersatzmaterialien haben Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information untersucht. Ihre Ergebnisse fasst ein neues „Health Technology Assessment“ zusammen, also eine systematische Bewertung gesundheitsrelevanter Verfahren und Technologien.

Als Vergleich diente die Standardtherapie mit oder ohne körpereigene Knochen­trans­plantate. Nur für wenige Materialien fanden die Wissenschaftler Hinweise auf eine Wirksamkeit.

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Als Knochenersatz untersuchten sie Materialien auf Basis von Calciumphosphat und sogenannte bone morphogenetic proteins (BMP). BMP sind Wachstums- und Differen­zierungsfaktoren, die langsam über ein Trägermaterial freigesetzt werden. Weiter betrach­tet der Bericht aus mehreren Stoffen zusammengesetzte sogenannte Kompositmaterialien.

Für ihre Untersuchung identifizierten die Autoren in einer systematischen Literatur­recherche 14 Studien einer hohen Evidenzstufe. Auf dieser Basis bewerteten sie vor allem die medizinische Wirksamkeit der unterschiedlichen Knochenersatzmaterialien. Gemessen an der Vielzahl von Knochenersatzmaterialien und möglichen Brüchen bewerten die Autoren die Datenlage insgesamt als schwach.

Zu den meisten Materialien lägen nur wenige oder sogar nur einzelne Studien mit kleiner Patientenanzahl vor. Alle Studien wiesen mehr oder weniger schwere qualitative Mängel auf und seien zudem sehr unterschiedlich angelegt. © hil/aerzteblatt.de

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