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FDA: Gentest für Erbitux

Montag, 9. Juli 2012

Rockville – Die US-Arzneibehörde FDA hat beim Krebsmedikament Cetuximab (Erbitux) weitere Weichen für einen gezielteren Einsatz beim Darmkrebs gestellt. Zum einen wurde der Gentest (eines deutschen Herstellers) zugelassen, zum anderen wurde die Indikation ausgeweitet.

Cetuximab war 2004 der erste monoklonale Antikörper, der zur Behandlung des Kolorektalkarzinoms zugelassen wurde. Grundlage waren damals die Ergebnisse der BOND-Studie, in der Cetuximab bei austherapierten Patienten mit metastasiertem Darmkrebs die progressionsfreie Überlebenszeit von 1,5 auf 4,1 Monate verlängerte.

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Eine signifikante Verlängerung der Gesamtüberlebenszeit konnte damals nicht belegt werden. Später stellte sich heraus, dass die Wirkung von Cetuximab auf eine Subgruppe von Patienten beschränkt ist, bei denen das KRAS-Gen nicht mutiert ist.

Dies ist seit 2009 Bedingung für den Einsatz, wobei es den Labors überlassen blieb, welche Tests sie einsetzen. Die deutsche Fachinformation fordert hier den „Einsatz einer validierten Prüfmethode“. Jetzt hat die FDA erstmals einen solchen Test offiziell zugelassen. Der „KRAS RGQ PCR Kit“ der Firma Qiagen mit Hauptsitz in Hilden bei Düsseldorf weist insgesamt 7 verschiedene KRES-Mutationen nach.

Nach Auskunft der FDA erzielen Darmkrebspatienten ohne KRAS-Mutationen unter der Therapie mit Cetuximab eine signifikante lebensverlängernde Wirkung (um 8,8 versus 5 Monate in der Kontrollgruppe), was bei Patienten mit KRAS-Mutationen (4,8 versus 4,6 Monate) nicht der Fall war.

Erbitux ist inzwischen auch zur Erstlinienbehandlung in Kombination mit FOLFOX (Fluorouracil, Folinsäure und Oxaliplatin) zugelassen. In den USA kommt jetzt die Kombination mit FOLFIRI (Fluorouracil, Folinsäure und Irinotecan) hinzu - wiederum nur für Patienten ohne KRAS-Mutationen. Grundlage sind Studienergebnisse, die eine Verlängerung der Überlebenszeit von 19,5 auf 23,5 Monate ergeben haben.

Die FDA erwartet, dass in der Indikation Kolorektalkarzinom nur Patienten mit Erbitux behandelt werden, bei denen keine der sieben KRAS-Mutationen vorliegt. Das Medikament ist in Deutschland auch zur Behandlung von Plattenepithelkarzinomen im Kopf- und Halsbereich zugelassen. © rme/aerzteblatt.de

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