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Volibris: Neue Kontrain­dikation für Endo­thelin-Antagonisten

Montag, 9. Juli 2012

Bonn – Das Medikament Volibris, das Mitte 2008 zur Behandlung des Lungenhochdrucks auf den Markt eingeführt wurde, darf nicht mehr bei Patienten mit idiopathischer pulmonaler Fibrose (IPF) eingesetzt werden. Die Kontraindikation ist die Folge einer gescheiterten Studie, die bereits Ende 2010 abgebrochen wurde.

Der Volibris-Wirkstoff Ambrisentan ist Antagonist des Endothelins. Endotheline gehören zu den stärksten vasokonstriktorischen Stoffen, die vor allem in der Lunge aktiv sind. Ambrisentan hat in den beiden Zulassungsstudien ARIES-1 und ARIES-2 bei Patienten mit pulmonaler Hypertonie (PAH) den pulmonalen Blutdruck gesenkt und die körperliche Belastbarkeit erhöht.

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Der Hersteller Gilead Sciences hatte in einer weiteren randomisierten Studie die Wirksamkeit in einer weiteren Indikation, der idiopathischen pulmonalen Fibrose (IPF), untersucht, musste die ARTEMIS-IPF-Studie jedoch Ende 2010 abbrechen: Statt des erhofften Rückgangs war es zu einem Anstieg im primären Endpunkt (Progression oder Tod) gekommen.

Unter der Therapie mit Ambrisentan kam es bei 90 von 329 Patienten (27 Prozent) zur Progression der IPF (einschließlich stationärer Behandlung infolge respiratorischer Probleme) oder zum Tod gegenüber 28 Ereignissen (17 Prozent) in der Placebo-Gruppe. Die Auswertung der einzelnen Komponenten des primären Endpunktes wies in der Ambrisentan-Gruppe auf höhere Raten an stationären Behandlungen infolge respiratorischer Probleme, an Mortalitätsereignissen und an respiratorischer Funktionsminderung im Vergleich zu Placebo hin.

Bei diesen Ergebnissen war eine Kontraindikation unausweichlich. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA und die deutsche Zulassungsbehörde BfArM legten jetzt zusammen mit dem Hersteller fest, dass Ambrisentan bei Patienten mit IPF nicht angewendet werden darf. Die Kontraindikation schließt auch Patienten mit pulmonaler Hypertonie in Folge einer IPF ein (WHO Gruppe 3). Ambrisentan soll nur bei Patienten mit pulmonal arterieller Hypertonie (WHO Gruppe 1) angewendet werden. © rme/aerzteblatt.de

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