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Delegation bewährt sich im Modellversuch

Dienstag, 10. Juli 2012

Hannover – Ärzte und Patienten bewerten das „Modell Niedersachsen“ positiv, das Hausärzte in dünn besiedelten Regionen entlasten soll. Im dem im November 2010 gestarteten Modellprojekt übernehmen Medizinische Fachangestellte in den beiden Regionen Vechta und Schneverdingen vom Arzt delegierbare Tätigkeiten im Umfeld der Patienten. In beiden Regionen nehmen vier Hausärzte mit ihren Mitarbeiterinnen an dem Projekt teil. Bisher haben die qualifizierten Arzthelferinnen 2.543 Hausbesuche durchgeführt.

Getragen wird das Projekt von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration sowie einer Reihe gesetzlicher Krankenkassen.

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„Der Modellversuch hat bisher gezeigt, dass die Delegation von ärztlichen Leistungen auf Medizinische Fachangestellte funktioniert und dies von den Patienten positiv aufgenommen wird“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KV, Mark Barjenbruch, in Hannover. Der Arzt werde durch das Delegieren entlastet und könne sich so stärker seinen Patienten widmen. Das mache den Hausarztberuf attraktiver, so der Vorstands­vorsitzende.

Boris Büssing, Hausarzt in Vechta, schildert den Aufgabenbereich der Medizinischen Fachangestellten: „Sie ziehen zum Beispiel Fäden, messen Blutdruck- und Blutzucker und verabreichen Medikamente nach ärztlicher Verordnung.“ Die Patienten fühlten sich auf diese Weise umfassend versorgt, ohne dass sie unter ständigem Zeitdruck zu Hausbesuchen unterwegs sei.

„Eine Verlängerung des Projekts über das Jahr 2012 hinaus und die Ausdehnung auf weitere Modellpraxen in Niedersachsen ist wünschenswert“, so das Fazit des stellvertretenden KV-Vorsitzenden Jörg Berling. Außerdem sei zu überlegen, die Besuche auf Alten- und Pflegeheime auszudehnen. © hil/aerzteblatt.de

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