Akut-Geriatrie in Dresden Vorreiter für interdisziplinäre Zusammenarbeit
Freitag, 13. Juli 2012
Dresden – Auf die fachübergreifende Arbeit ihrer Akut-Geriatrie-Station hat das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden hingewiesen. Seit zehn Jahren arbeiten hier Internisten, Neurologen und Psychiater zusammen, um die Senioren mit oft variablen Krankheitsbildern zu behandeln.
Voraussetzung ist, dass die Patienten vor der Einlieferung ins Klinikum weitestgehend mobil und aktiv waren. Ziel ist, den Senioren nach der Krankenhausbehandlung eine Rückkehr in ihr bisheriges Umfeld zu ermöglichen.
Die 18-Betten-Station betreut jährlich zwischen 450 und 500 Patienten sowie Senioren, die akut pflegebedürftig geworden sind. In den ersten zehn Jahren ihres Bestehens waren es 4.800 Patienten.
„Die Akut-Geriatrie-Station markierte 2002 den Beginn des Aufbaus fachübergreifender Strukturen am Universitätsklinikum“, sagte Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums. Sie sei ein Beleg für eine gut funktionierende interdisziplinäre Zusammenarbeit. Ähnliche Modelle habe die Klinik in den vergangenen Jahren in nahezu allen Bereichen etabliert, betonte er.
„Unsere Patienten der Akut-Geriatrie leiden meist an verschiedenen Einzelsymptomen, die in ihrer Kombination typisch für ältere Menschen sind, ihre jeweilige Ursache jedoch in verschiedenen Krankheiten haben oder haben können“, sagte Stefan Bornstein, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III, zu der die Akut-Geriatrie gehört. Die Behandlungsschwerpunkte lägen bei den internistischen, neurologischen und oder psychiatrischen Erkrankungen. © hil/aerzteblatt.de
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