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Fragebogen identifiziert Einjährige mit erhöhtem Risiko für Autismus

Dienstag, 17. Juli 2012

Chapel Hill – Mittels eines Fragebogens für die Eltern von einjährigen Kindern, können Ärzte feststellen, ob das Kind ein erhöhtes Risiko für Autismus trägt. Laut einer Studie von Wissenschaftlern der University of North Carolina wurde bei knapp einem Drittel der im Fragebogen auffälligen Kinder später im Alter von drei Jahren eine autistische Erkrankung diagnostiziert. Die Wissenschaftler unter der Leitung von Lauren Turner-Brown veröffentlichen ihre Ergebnisse im Fachjournal Autism (doi: 10.1177/1362361312439633).

Der Fragebogen, um den es in dieser Studie geht, trägt den Namen First Year Inventory, kurz FYI. Er ist ein von mehreren Forschern der University of North Carolina entwickelter Screening-Test, der aus 63 Fragen besteht und bereits Kinder im Alter von zwölf Monaten mit einem auffälligen Verhalten und einem erhöhten Risiko für Autismus aufdecken soll. Ob und wie effektiv der Fragebogen ist, wollten die Autoren aus North Carolina nun testen.

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Für ihre Arbeit untersuchten sie die Fragebögen von 699 Müttern, die Kinder im Alter von einem Jahr hatten und Angaben über deren soziale Kommunikation und sensorischen Funktionen machen sollten. Dieselben Mütter beantworteten zwei Jahre später ähnliche Fragen, zudem wurden vorher auffällige Kinder einer individuellen Autismus-Diagnostik unterzogen.

Dabei stellte sich heraus, dass 31 Prozent aller Kinder, deren Mütter den Fragebogen komplettiert hatten und bei denen dabei Symptome eines Autismus angedeutet hatten, später tatsächlich einen Autismus vorwiesen. Bei knapp 85 Prozent der auffälligen Kinder fanden die Wissenschaftler weitere Störungen der kindlichen Entwicklung, die dem autistischen Krankheitsbild ähneln.

Das zeige, dass eine überwiegende Mehrheit der durch den Fragebogen näher beobachteten Kinder später mehr oder minder schwere Entwicklungsstörungen haben, so Turner-Brown. Der Test könnte dazu beitragen, den Kindern bereits Monate und Jahre vor der Diagnose zu helfen, resümieren die Autoren. © hil/aerzteblatt.de

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