Eisenreiche Ernährung für Kinder und Jugendliche besonders wichtig
Dienstag, 17. Juli 2012
Köln – Auf die Bedeutung einer ausreichenden Versorgung mit Eisen bei Heranwachsenden hat der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hingewiesen. Insbesondere in Wachstumsphasen wie im Teenageralter sei der Eisenbedarf hoch. Bei Jungen nähmen Muskelmasse und Blutvolumen innerhalb kurzer Zeit stark zu, bei Mädchen gehe durch die Monatsblutungen zusätzlich Eisen verloren.
Jugendliche, die sich vegetarisch oder einseitig ernährten, zum Beispiel mit Fast Food, viel Sport trieben oder unter bestimmten chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten litten, hätten ein erhöhtes Risiko für Eisenmangel. „Eine Ernährungsumstellung und bei Bedarf auch Nahrungsergänzungsmittel helfen dann, wieder einen Vorrat im Körper aufzubauen“, empfiehlt Hans-Jürgen Nentwich vom BVKJ. Eisen ist unter anderem in Fleisch, grünem Blattgemüse, Roter Beete, Kresse, Fisch, Eiern, Vollkorngetreideprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen enthalten.
Anzeichen eines Eisenmangels bei Kindern und Jugendlichen sind Blässe, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, brüchige Fingernägel und Haare, eingerissene Mundwinkel und spröde Lippen. „Eisenmangel macht auch anfälliger für Infekte. Die Gehirn- beziehungsweise Gedächtnisleistung kann sich verschlechtern“, warnte Nentwich. © hil/aerzteblatt.de
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