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Leberstiftung weist auf Nebenwirkungen der neuen Hepatitis-C-Therapie hin

Donnerstag, 19. Juli 2012

Hannover – Nur Experten sollten die neuen Triple-Therapien bei der chronischen Hepa­titis C vornehmen. Das fordert die Deutsche Leberstiftung. Für Patienten mit einer Hepatitis C-Virusinfektion des Genotyps 1 stehen seit einiger Zeit die neue Therapien zur Verfügung. Zum Einsatz kommt dabei eine Kombination von Medikamenten, die zum Teil erst im letzten Jahr zur Behandlung zugelassen wurden.

Zusätzlich zur bisherigen Standardtherapie mit Interferon und Ribavirin erhalten Patienten sogenannte HCV-Proteaseinhibitoren, die die Vermehrung des Virus hemmen. Das kann die Ansprechrate bei den Patienten mit dem Genotyp 1 um 25 bis 30 Prozent erhöhen. „Die neuen Therapien bieten die große Chance, Patienten mit einer chro­nischen HCV Genotyp 1-Infektion deutlich häufiger zu heilen als das durch die die bisherige Standardtherapie möglich war“, sagte Michael Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung.

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Ihre Kehrseite sei jedoch, dass sie schwerwiegende Nebenwirkungen wie Blutarmut und Hautausschläge auslösen könnten. „Es kann zu Interaktionen mit anderen Medikamenten und zu Resistenzen gegen die Substanzen kommen“, warnte Mann.

Zwar seien die neuen Therapien vor allem bei Patienten, die bereits eine Leberzirrhose aufgrund der chronischen Hepatitis C entwickelt hätten, eine große Chance, „doch genau bei diesen Patienten, bei denen die Therapie am dringendsten notwendig ist, treten Nebenwirkungen am häufigsten auf“, sagte er. Hier sei „unbedingt ein Experte für die Behandlung vonnöten“, so der Stiftungs-Vorsitzende. © hil/aerzteblatt.de

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