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SuperMUC: Europas schnellster Rechner startet in Garching

Freitag, 20. Juli 2012

München – Der neue Höchstleistungsrechner des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching bei München wurde am 20. Juli 2012 offiziell in Betrieb genommen. In der jüngsten Top-500-Liste ist SuperMUC derzeit der viertschnellste Rechner der Welt und der schnellste Rechner Europas. 

Der Supercomputer, ein System x iDataPlex von IBM, verfügt über mehr als 155.000 Rechenkerne, die eine Spitzenrechenleistung von etwas mehr als drei Petaflops erzielen (das sind drei Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde oder eine 3 mit 15 Nullen). Mehr als 330 Terabyte Hauptspeicher stehen für die zu verarbeitenden Daten zur Verfügung.

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Eine Storage-Lösung mit einer Kapazität von 4 Petabyte sorgt für die dauerhafte Speicherung der Benutzerdaten, zusätzlich stehen für die langfristige Datenarchivierung 16,5 Petabyte Archivkapazität auf Bandsystemen zur Verfügung. Weil das System aus Prozessoren mit Standardbefehlssatz aufgebaut ist, wie dies auch bei PCs und Servern üblich ist,  ist der Programmieraufwand geringer als bei vielen anderen Supercomputern. 

Eine Besonderheit des Rechners ist das von IBM entwickelte innovative Kühlsystem, das im März 2012 bereits den Deutschen Rechenzentrumspreis in der Kategorie „Energie- und Ressourceneffizienz“ erhalten hat: Die Prozessoren und der Hauptspeicher werden direkt mit bis zu 55 Grad Celsius warmem Wasser gekühlt, so dass auf zusätzliche Kühlwerke verzichtet werden konnte. Auch die verwendeten Intel-Prozessoren und die Systemsoftware bieten Möglichkeiten, Energie einzusparen. Dadurch arbeitet das System äußerst energieeffizient.

Die Investitions- und Betriebskosten des Hochleistungsrechners, die  für fünf bis sechs Jahre 83 Millionen Euro betragen, übernehmen das Land Bayern und der Bund je zur Hälfte, ebenso die Baukosten von 50 Millionen Euro.  

Das LRZ ist dient vor allem als Rechenzentrum für die beiden Münchner Universitäten LMU und TUM. Neben dem schnellen Internetzugang für die Forschungseinrichtungen, Archivierung und Back-up sowie E-Mail ist das LRZ auch Vorreiter bei der Einführung neuer Techniken. Beispiele hierfür sind der Abruf von Vorlesungen über das Internet von den Servern des LRZ oder die elektronische Abwicklung von Prüfungen in den Universitäten. © KBr/aerzteblatt.de

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