Krankenkassen fordern besseren Patientenschutz bei Medizinprodukten
Dienstag, 24. Juli 2012
Berlin – Einen besseren Schutz der Patienten bei der Versorgung mit Medizinprodukten fordern die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. Dies gelte insbesondere für Zulassungsstudien und Produktbeobachtungen nach Markteinführung.
Anlass der Forderung ist, dass die Kassen sich mit dem Hersteller von Hüftendoprothesensystemen DePuy über die Bedingungen geeinigt haben, nach denen der Hersteller bestimmte Hüftgelenksysteme zurückruft und die Kosten dafür erstattet. Dies war nötig geworden, nachdem unter anderem in England beobachtet worden war, dass diese Systeme gehäuft zu Wechseloperationen geführt haben. DePuy nahm diese Hüftgelenke daraufhin im August 2010 vom Markt.
Der amerikanische Mutterkonzern von DePuy, Johnson & Johnson, hat schriftlich erklärt, dass der Konzern den Vorgang ernst nimmt und bekräftigt, dass DePuy in der Lage sein wird, den durch den Produktrückruf entstandenen Verpflichtungen nachzukommen, berichten die Krankenkassen-Verbände. © hil/aerzteblatt.de
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