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Schichtarbeit als kardiales Risiko

Freitag, 27. Juli 2012

London – Die Störungen der Inneren Uhr durch Schichtarbeit erhöhen das Risiko auf Herzinfarkt und Schlaganfall. Zu diesem Ergebnis kommt eine Meta-Analyse im British Medical Journal (2012; 345: e4800), die die Daten von mehr als 2 Millionen Studienteilnehmern zusammenfasst.

Frühere Studien hatten gezeigt, dass Schichtarbeiter häufiger an arterieller Hypertension, metabolischem Syndrom, Dyslipidämie und Diabetes mellitus erkranken. Schon nach einer einzigen Nachtschicht lassen sich Auswirkungen auf den Blutdruck und Herzfrequenz nachweisen. Es lag deshalb nahe, die Auswirkungen auf Herzinfarkte und Schlaganfälle zu untersuchen, die eine Spätfolge der genannten Risikofaktoren sind.

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Da der vermutete Einfluss gering ist, entschied sich das Team um Dan Hackam von der Western University in London im kanadischen Teilstaat Ontario für Masse statt Klasse. Alle verfügbaren Studien – 11 prospektive und13 retrospektiven Kohortenstudien sowie 10 Fall-Kontroll-Studien – mit insgesamt 2.011.935 Personen flossen in die Analyse ein, die l Hackam aber die heutigen Standards für Meta-Analyse berücksichtigt.

Angesichts der Qualitätsunterschiede in den einzelnen Studien kam am Ende nur eine „mäßige“ Evidenz für die Assoziation der Schichtarbeit mit Herzinfarkten und Schlaganfällen heraus. Für koronare Ereignisse stuft Hackam die Evidenz ebenfalls nur als niedrig ein. Wenn aber die Meta-Analyse die Assoziation richtig erkannt haben sollte, dann erhöht Schichtarbeit langfristig das Risiko auf einen Herzinfarkt um 23 Prozent. Die Rate der koronaren Ereignisse wäre bei Schichtarbeitern um 24 Prozent und die der Schlaganfälle um 5 Prozent erhöht.

Das sind für epidemiologische Untersuchungen relativ geringe Risiken für den einzelnen Schichtarbeiter. Da diese Arbeitsform jedoch häufig ist, könnten nach den Berechnungen von Hackam in Kanada, wo fast ein Drittel der Arbeiter im Schichtbetrieb tätig ist, 7,0 Prozent aller Herzinfarkte, 7,3 aller koronaren Ereignisse und 1,6 Prozent der ischämischen Schlaganfälle auf die Schichtarbeit zurückzuführen sein. © rme/aerzteblatt.de

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Thelber
am Montag, 30. Juli 2012, 23:36

Naja, ich blieb Nichtraucher - bis heute.

Und: Weshalb gönnen sie sich als Nichtraucher keine "Zigarettenpause" ?

Ich mir schon.
klausenwächter
am Samstag, 28. Juli 2012, 00:57

Schichtarbeiter findet man im Krankenhaus: Mann in der Box

Die Anwendung der epidemiologischen Untersuchung auf die Schichtarbeiter im Krankenhaus ist naheliegend. Krankenpfleger haben das höchste Risiko für eine Berufsunfähigkeit. Wer als Auszubildender Nichtraucher war, wird auf einer Intensivstation zum Raucher - dadurch können tariflich nicht garantierte Pausen für den Mann in der Box gewonnen werden.

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